Das Saisonhighlight 2010 war
geplant das ich im BIKER-BOARDER.DE Achterteam mitfahre. Doch wie so oft sollte
alles anders kommen als geplant. Die Vorwoche war von Aufregung um unsere
verletzte Speerspitze des Teams geprägt. Da Bis Donnerstag nicht klar gewesen
ist ob Guido starten kann oder nicht, wurde kurzer Hand ein Ersatzfahrer
versorgt. Als dann die Nachricht kam das Guido doch fahren kann, bot ich ihm
meinen Platz im Achter Team an um mich somit als „Bremse“ des Teams heraus zu
nehmen. Freitagabend klingelte mein
Telefon und Mario teilte mir mit das ich an diesem Wochenende doch in den
„Genus“ der 24 Stunden kommen darf. Aber jetzt in einem 2’er Team. Ohne zu
zögern entschied ich mich dafür mitzufahren. Das stellte sich im Nachhinein als
eine sehr leichtfertige Entscheidung heraus. Aber immer der Reihe nach…
Pünktlich um 12 Uhr am Samstagmittag
fiel der Startschuss zu den körperlich anstrengensten 24 Stunden meines Lebens.
Da ich den Start für unser Team fuhr musste ich mir für die ersten 2 Runden
einen gesunden Mix aus Vollgas und Schadensbegrenzung wählen. Das gelang mir
durchaus ganz gut, und ich fuhr laut eigenem ermessen zwei zügige Runden, und
versuchte schon einmal gewisse Orientierungspunkte auf der Strecke zu suchen um
Später einen gesunden Rhythmus zu finden. Das gelang mir auch ganz gut, und ich
konnte bis zum Einbruch der Nacht fast immer 19’er Rundenzeiten durchfahren.
Bis zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinerlei Probleme. Kleinigkeiten am Rad,
wie Schaltung nachstellen, Kette ölen, Bremssattel wieder ausrichten, wurden sofort von unseren beiden Mechanikern
behoben und somit hatte ich immer ein perfekt vorbereitetes Bike. An dieser
Stelle ein ganz Herzliches Dankeschön an BIKER-BOARDER, die außer dem Spitzen
Service noch einen Großartigen Zeltpark gestellt haben, der die 24 Stunden so
angenehm wie möglich gemacht hatte.
Mit Einbruch der Nacht wurden wie
zu erwarten meine Rundenzeiten etwas langsamer. Was zum einen daran lag das die
Sicht nicht mehr hundert pro war und zum anderen das ich etwas zurückschrauben
wollte um durchzuhalten. Also fuhr ich mit ca. 23’er Rundenzeiten weiter. So
gegen Mitternacht wäre ich um ein Haar zum Opfer der Kopflampe eines
Streckenpostens geworden. Dieser leuchtete mir genau ins Gesicht und machte
damit alles weitere hinter sich, für mich, unkenntlich. 10 Meter davor erkannte
ich dann wieso der Gute Herr da stand. Am Wildgatter ist kurz zuvor ein Fahrer
schwer gestürzt und wurde soeben auf eine Krankentrage gehoben. Zum Glück hatte
ich schon genug Meter zwischen mich und den zu überholenden gebracht, so dass
ich Gefahren los nach rechts zwischen die Bäume abbiegen konnte. Eine Runde
später schaute ich erst einmal um die Ecke, ob inzwischen die Unfallstelle
bereinigt wurde, bevor ich dann im Eiltempo durchzog.
Gegen 2:20 Uhr schlug dann die Müdigkeit voll zu, und ich erkannte auf
dem Rad nicht mehr was nun direkt vor meinem Vorderrad los war. Da ich keinerlei Bedürfnis hatte im
Krankenwagen hinten Platz zu nehmen und so die Strecke zu verlassen, entschied
ich mich dann am Ende dieser Runde erst einmal die Segel zu streichen und ne
kleine Pause einzulegen. Mein Teampartner sah es genauso, und somit pausierten
wir bis ca. 5:15 Uhr. Ab um Sechs stieg ich dann wieder aufs Rad. Ich konnte zu
diesem Zeitpunkt nicht wirklich sagen was ich wollte oder brauchte. Kurz, ich
war einfach völlig hinüber und versucht mich so gut es ging zu Schlagen. Getreu
dem Lied von Peter Fox Lok auf 2 Beinen „Irgendwas hält mich auf Trab und
manchmal hab ich es satt…“ ging es durch die frühen Morgenstunden.
Dann am Vormittag der herbe
Rückschlag für unser Achter Team, Falk ist an einer Wurzel mit dem Pedal hängen
geblieben und hat somit sein Scott Sparc RC mit einem Rahmenbruch zerlegt.
Kurzerhand haben wir dann so umgeplant das Falk immer dann dran kam wenn ich
meine Pausen hatte, damit er mit meinem Scott Scale RC weiterfahren konnte. Das
lief auch soweit ganz gut, bis sich bei mir ein weiteres Problem einschlich.
Ich konnte einfach nicht mehr sitzen. Also haben wir dann mit jeder Runde
gewechselt. Das machte das Wechseln auf Falk schwieriger, aber wir haben es
trotzdem in den Griff bekommen bis ich dann etwas unnatürlich lang auf Falk
warten musste. Als er dann gesprintet kam war mir klar dass irgendetwas faul war.
Falk gab wie immer alles und dabei hatte die Kette nach einem Sprung sich aus
ihrer gewohnten Lage entfernt und verdreht., was den Vortrieb unmöglich machte.
Zurück am Montageständer haben wir festgestellt das Kette und Schaltwerkskäfig
hinüber sind. Ich entschied das wir eine neue Kette aufziehen, in der Hoffnung
das heraus gebrochene Stück vom Carbon Käfig des XX Schaltwerkes tut nichts zur
Sache. In der Tat lief die Schaltung auch wieder, und ich konnte somit meinen
Teamkollegen mit noch einer möglichen Runde unterstützen.
Letztendlich Standen nach 24
Stunden 28 Runden für mich und auch 28 für Stephan auf der Uhr. Ich habe dabei
eine Fahrzeit von knapp 10 Stunden zurückgelegt. Mit Platz 18 von 32 gewerteten
2’er Teams bin ich für meinen Teil zufrieden. Ich habe alles gegeben, mehr war
von meiner Seite her leider nicht drin gewesen.
Großen Dank gilt AD Media, die
alles gaben um unsere Beine wieder fit zu bekommen, und natürlich wie immer den
Jungs von BIKER-BOARDER, die wieder einmal alles perfekt vorbereitet haben.
Freitag, 4. Juni 2010 Mad East Challenge - Prolog "Mad Rockz Geising"
Die
diesjährige Mad East Challenge nahm ich zusammen mit Tobias Wagner als
Stoker auf dem Tandem unter die dicken Stollenreifen. Bei untypisch
schönem Wetter fand der knapp 7km lange Prolog an der Eissporthalle in
Geising statt. Im Startblock sortierten wir uns weit vorn ein. Nachdem
17.30Uhr der Startschuss fiel konnten wir im Feld der Solobiker
zunächst gut mitrollen. Als es in den 200hm Anstieg ging kamen die
Tandemnachteile und wir mussten uns den Berg hart erkämpfen. Gegen Ende
des Berges wartete eine schmale Brücke direkt nach einer 90° Kurve,
also hieß es abspringen, Tandem über die Brücke tragen und danach noch
ein kurzes Stück schieben, da vor uns die Biker mit fahren auch nicht
schneller waren. Weiter ging es über einen schmalen Trail mit jeder
Menge dicken Steinen die wir geschätzte 50 Mal mit den Pedalen, Kurbeln
und Kettenblättern mitnahmen. Nach dem Überfahren eines umliegenden
Baumes (mit erneutem Aufsetzen) ging es auch schon in die
Schlussabfahrt - die alte Bobbahn nach Geising hinunter. Ein
Schlammloch wollte noch durchschoben werden und dann ging es in flottem
Tempo mit der langen Fuhre gen Ziel. Dort hatten wir zwar fast 5min
Rückstand auf den Sieger, aber wir waren immerhin 2min schneller als
das 2. Tandem. Damit gab es die Leader-Trikots für die morgige Etappe.
Samstag, 5. Juni 2010 Mad East Challenge - 2. Etappe "Hart an der Grenze"
Mit
den Führungstrikots der Tandemwertung ging es aus der ersten Startreihe
kurz nach 10Uhr auf die mit 103km längste Etappe der diesjährigen Mad
East. Neutralisiert ging es durch Geising hinauf nach Löwenhain. Von
dort aus gab es die erste Abfahrt, eine typische Mad Abfahrt. 2km nach
dem Start waren die ersten Schlammlöcher, so dass im Prinzip alle
Fahrer gleich aussahen - gleich dreckig. Nach 15km die erste
Verwunderung. Vom Hinterrad hörten wir ein pffft...pffft...pffft. Der
UST-Reifen + Latexmilchfüllung wurde weicher und war wenige hundert
Meter später platt. Also hieß es einen Schlauch einziehen und zusehen
wie die nächsten beiden Tandems vorbeizogen. Nach einer gefühlten
Ewigkeit machten wir uns auf die Verfolgung und holten schon bald
wieder das 2. Platzierte Tandem ein. Auf der schnellen Abfahrt nach
Kipsdorf hinunter wollten wir auf der B-Linie ein paar langsame
Solobiker überholen - ein kurzer heftiger Schlag und wieder war die
Luft aus dem Hinterreifen. Tobi rannte schonmal mit dem großen Fahrrad
gen Tal während ich mit unserem Materialwagen telefonierte. Beim
Talsprint zu Fuß überholte uns dann wieder das grüne Wheeler-Tandem und
sie fragten uns was wir denn immer so machen. Unsere beiden
Betreuerinnen kamen uns mit neuem UST-Reifen und Standpumpe
entgegengerannt und nach wenigen Minuten waren wir wieder fahrbereit.
Durch den erneuten Wechsel waren wir auf den letzten Platz
zurückgefallen und es ging wieder zur Aufholjagd. Das Rotor-Tandem war
schnell überholt und auf das Wheeler-Tandem liefen wir in einer
schnellen Abfahrt auf und konnten sie am nächsten Schlammanstieg
überholen. Isa und Annemarie waren inzwischen am nächsten
Verpflegungspunkt angekommen, jedoch bestellte ich sie per Streckenfunk
noch nach Holzhau - war das Bauchgefühl? In der eigentlich recht
unspektakulären Abfahrt nach Holzhau geb es wieder einen lauten Knall
und nach 20km war der neue UST-Reifen am Hinterrad auch schon wieder
platt. Gleiches Spiel wie vorhin, Tobi rannte mit dem Tandem ins Tal
und ich rief wieder im Materialwagen an und bestellte den nächsten
UST-Reifen. Nach knapp 3min war auch der Reifendefekt am Rohloffrad
behoben und als wir gerade wieder starten wollten kam das vermeintliche
Führungstandem vorbei. Sie hatten sich verfahren und dadurch einige
Minuten verloren. So lagen wir nach dem 3. Platten etwa mit 1min
Rückstand auf Platz 2. Wir kämpften uns recht schnell wieder nach vorn
und setzten uns an die Spitze der Doppelsitzer. Unzählige brutalste
Anstiege folgten noch ehe der Schwartenberg auf seine Bezwingung
wartete. Über steilste Downhills ging es wieder hinab nach Neuhausen,
vorbei an der Talsperre und über Cämmerswalde in Richtung Grenze. Auf
der tschechischen Seite wartete der spannende Trail mit Bach auf der
linken und steilem Abhang auf der rechten Seite. Der "fahrbare" Teil
war mit Wurzeln übersät oder es gab Felsen über die geklettert werden
musste - Mad East eben. Auch dieser Teil war bald geschafft und wir
waren auf dem Weg Richtung Ziel. Noch durch unzählige Schlammlöcher und
vorbei am Biathlonstadion in Altenberg bevor es wieder hinab nach
Geising ging. Im Ziel hatten wir eine Zeit von gut 6 Stunden 48 Minuten
- für 103km. Trotz 3er Platten hatten wir auf unsere Tandemkonkurrenz
runde 20min Vorsprung. Die neuen Leader-Trikots mit denen es auf die
Schlussetappe geht sind nun schwarz-rot.
Am vergangen Sonntag, den 30.05.10 ging es wieder rund
um das Oberbecken im Erzgebirge zur Sache. Unter dem Motto: „Wir radeln
für Behinderte“ ging das eingenomme Startgeld an Vereine die
Behinderten Menschen helfen. Also hieß es fahren für einen guten zweck. Pünktlich
zum warm fahren und aufstellen in den Startblöcken öffnete der Himmel
seine Schleusen und bescherte uns damit vom Start weg nasse Strecken
sowie auch durchweichte Trikots. Also nutzte ich die Gelegenheit mir
einen leichten Husten einzufangen den ich hoffentlich bis zur Mad East
Challenge, am kommenden Wochenende, beseitigt habe.
Da ich vom
vergangenem Jahr keine schnelle Zeit für die Kurzdistanz vorweisen
konnte, da ich 2009 die Langdistanz gefahren bin, musste ich aus dem 2.
Startblock heraus versuchen etwas Zeit gut zu machen. Das gelang auch
an den Bergen überraschend gut. An dieser Stelle ist zu sagen das die
letzten 4 Wochen Training sich arbeitsbedingt etwas mager gestaltet
haben. Aber das Scott Scale RC, was auch in diesem Jahr wieder von
BIKER-BOARDER in Chemnitz gesponsert und vorbereitet wird, erwies sich
wieder einmal als wahrer Kletterkünstler und bereitete mir in den
Auffahrten viele Möglichkeiten um Zeit und Plätze gut zu machen. Das
gelang mir durchaus auch immer ganz gut, jedoch fordert die neue Sram
XX Gruppe bergab ihren Tribut. Mit einer 39 zu 11 Zähnen Übersetzung
gehen einem ab spätestens 50 Km/h die Mittel und Möglichkeiten aus die
Konkurrenz auf den vorhandenen „Waldautobahnen“ in Schach zu halten.
Somit verlor ich bergab immer etwas Zeit die ich an den zu kurzen
Anstiegen nicht ganz wieder wettmachen konnte.
Am letzten
Anstieg vom Unterbecken zum Ziel gelang es mir mit einer Zeit von 1
Stunde 5 Minuten und 36 Sekunden meine 36. Position in der
Gesamtwertung und den 15. Rang in der AK Herren zu erreichen und zu
sichern. Es gibt noch sehr viel Potenzial was ich am kommenden
Wochenende zur Mad East Challenge versuche abzurufen. Wo mir die sehr
vielen Technischen Passagen zu gute kommen werden, die in Markersbach
leider gefehlt haben. Großen Dank an BIKER-BOARDER für die
Bereitstellung des perfekten Race Hardtails Scott Scale RC.
Heute stand bei mir ein 96km langes Straßenrennen auf dem Programm. Der
Kurs in Belgern war bis auf den letzten 2km flach. Der Döhnerberg war
richtig brutal für Mensch und Material. Erst ging es einen knackigen
Anstieg hinauf und zwei weitere Kurven folgten, eröffneten einen
längeren Ritt über das Kopfsteinpflaster in der Belgeraner Altstadt.
Mit dem ich immer gut zurecht kam. Nur die harten Windkanten hatte ich
leichte Probleme da mir noch etwas die Erfahrung fehlte aber die kommt.
;) Am Ende setzte sich eine 3 Mann ab. Diese handelten den Sieg
unter sich aus. Im Endspurt kam ich auf einen akzeptablen 6. Platz. Da
ich diese Woche sehr viel Grundlagenkilometer gefahren bin, kann ich
mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Nun geht auch gleich weiter mit
einem Kraftausdauerblock um noch den letzten Schliff für die nächsten
anstehenden Rennen mir zu verschaffen.
Eigentlich wollte ich heute zusammen mit Isa auf
dem Tandem am Start eines MTBO im Thüringer Wald stehen, doch am
Mittwoch kam alles anders. Die Organisatoren verkündeten, dass sich
außer uns kein weiteres Team angemeldet hätte und so musste das Rennen
abgesagt werden.
Als Rennalternative musste so das Rennen in
Wildenbörten herhalten. Neben mir gingen noch Eichi, Sascha und Rico
auf die 44km Strecke, Guido wollte die 22km Runde 4 Mal absolvieren.
Das erste Kuriosum gab es bei der Startaufstellung: Der
Rennverantwortlich meinte alle Frauen in den vorderes Startblock
beordern zu müssen. Dahin sollten sich dann Fahrer der Langstrecke,
dann die 44km Fahrer und hinten die Starter auf der 22km Runde
einreihen - ganz tolle Überlegung. Für mich bedeutete das also der 3.
Startblock, der mit der 3. Reihe gleichzusetzen war - ich befand mich
zwischen bekannten Gesichtern.
Auf den ersten hundert Metern
wurden dann erstmal fast alle Frauen mehr oder weniger von der Meute
überrollt und ich hörte wie schon beim Kyffhäuser Rennen argen
Reifenkontakt - konnte mich aber wieder aus allem Gröberen raushalten.
Dann ging die Hatz richtig los. Auf Asphaltstraßen und breiten
Schotterwegen bildete sich eine große Spitzengruppe und der zunächst
recht ungleichmäßig gefahren wurde. Am ersten Wiesen“anstieg“ setzen
sich Rumen, Sascha und Marcel ab, dahinter bildete sich eine 9 Mann
starke Verfolgergruppe. Nach wie vor auf breiten Wegen rollte es ganz
gut, doch niemand wollte das Loch zu den Ausreißern schließen. Am
einzigen Berg des Rennens, der Halde Beerwald, versuchte ich an die
Drei heranzukommen und konnte ein Loch zur Verfolgergruppe reißen. ich
hatte noch knapp 50m zu schließen, dann war der Berg auch schon wieder
zu Ende. Nach der Abfahrt mit ungewollter Drifteinlage wartete ich auf
die Verfolgergruppe um nicht allein im Wind zu verhungern. Tempoarbeit
war recht unbeliebt bei meinen Mitstreitern und so fand ich mich dann
doch die meiste Zeit der ersten Runde in der Führungsarbeit. Vorteile
hatte dies auf dem einzigen Trail der Strecke. Dieser lies sich so mit
viel Übersicht schön flüssig und schnell fahren. Nach knapp 50min war
Runde Nummer 1 geschafft und wir gingen auf die zweite flache Schleife.
Diesmal hielt ich mich weitgehend aus der Führungsarbeit raus und
dachte stellenweise es wäre eine CTF und kein Marathon. Hier und da
wurde gebummelt und kurze Zeit später wieder volle Attacke gefahren.
Mit Rumen und Marcel waren die Plätze 1 und 2 auf der Mittelstrecke
schon vergeben und in unserer Gruppe ging es „nur noch“ um den letzten
Podestplatz. In der inzwischen nur noch 7 Mann starken Gruppe, waren
noch der 3 Fahrer die diesen Platz haben wollten. Kurz vor dem Ziel
konnte ich die entscheidende Attacke nicht mehr mitgehen und kam nach
knapp 1h 40min auf dem undankbaren 4. Platz ins Ziel.
Die
Strecke erinnerte mich ein wenig an das Rennen im Belantispark, nur das
es einen Berg gab. Der Rest war flache Schotterpiste und so überraschte
dann auch der Schnitt von über 29km/h nicht weiter.
Saschas Eindrücke:
Eichi, Rico und Ich entschieden uns , wie auch Siegbert, für die 44km. Diesmal stellte ich mich in der Startaufstellung gleich etwas dezenter
auf, um nicht irgendwelchen Lizenzfahrern wieder im Weg rumzustehen.
Der Veranstalter ließ die drei verschiedenen Distanzen zugleich
starten. Zusätzlich holte man erst mal alle weiblichen Starter ganz
nach vorn, was für ein widersprechendes Raunen im Feld sorgte. Auf den ersten Metern wurde es somit sehr eng. Aber es ging wohl ohne
Stürze um die Kurven. Das Feld sortierte sich auf dem Asphalt.
Irgendwie wartete jeder im Windschatten ab. An einer 1 Meter breiten
Brücke war das dann erst mal vorbei. Das Feld zerriss und jetzt wurde
auch ordentlich Tempo gemacht. Um wieder in den Windschatten zu kommen
musste jetzt ordentlich gedrückt werden. Ich versuchte mit Eichi und
noch einigen versprengten Fahren, wieder an den Zug vor uns
heranzukommen. An dessen Ende gab Rico ordentlich Gas und ich überlegte
mir die ganze Zeit wie er das trotz seiner Erkältung wohl verkraftet.
Einen richtigen Zug konnten wir nicht aufstellen, Rico blieb in
Sichtweite. Bei der Einfahrt zur Halde rutschte meinem Schattenspender
das Hinterrad weg und ich musste ebenfalls kurz aus der Pedale. Im
folgenden Anstieg flog Daniel F vorbei, sein Hinterrad konnte ich nicht
halten. Ich sollte erst wenige km vor dem Runden Durchlauf wieder zu
Eichi aufschließen. Im Ziel bogen jetzt die Fahrer der Kurzdistanz vor uns ab, wodurch es
jetzt auch wieder übersichtlicher wurde. Nicht ganz überraschend sah
ich Rico am Streckenrand, der jetzt ebenfalls ausstieg und
wahrscheinlich erst mal eine Ladung Tee brauchte.
Ich sortierte mich mit Eichi. Er gab auch gleich die Parole aus.
Durchfahren und keine weiteren Plätze verlieren. Ich stimmte zu und
verzog mich sogleich in seinen massiver Windschatten. Eigentlich sollte
jetzt nix mehr schief gehen doch ich spürte auf den langen geraden,
dass mir die Körner doch zunehmend ausgingen. Eichi drehte sich
verwundert um und fragte wo ich bliebe. Es folgte eine kurze,
aufbauende Ansprache (ausschließlich nette Dinge) deren Wirkung nach
drei Minuten auch verfloss und ich ließ Eichi und einen weiteren Fahrer
ziehen. Der mangelnde Biss in dieser Situation wurde natürlich mit
heftigem Gegenwind für den Rest der zweiten Runde quittiert, in deren
Folge ich noch einen weiteren Platz verlor.
Im Ziel hatte ich dann etwa 1:50 auf der Uhr. Nicht ganz optimal aber trotzdem zufrieden. Mit der Auszählung der Plätze gab es trotz Transponder leider einige
Probleme. Laut handschriftlich geführter Liste stand für Eichi Platz 15
und mich Platz 18 zu buche. @Rico: Gute Besserung.
Heute war ich im oberfränkischen Schneckenlohe am
Start eines Cross-Country Rennens. Gegen 14.30uhr fiel der Startschuss
auf der 4km langen Runde die auch einige bekannte Gesichter, u.a.
Sascha Heinke und Rumen Voigt, unter die Stollenreifen nahmen. Der
Start erfolgte am kleinen Flüsschen Steinach von wo aus es erstmal den
längsten und einzigen Berg des Rennens hinauf ging - 80hm. Ich reihte
mich auf Position 13 im Feld ein und nach Durchfahren des Zielbereiches
ging es in die (einzige) Abfahrt. Zunächst musste ein kleines Waldstück
auf verwinkelt abgesteckter Strecke durchquert werden, ehe es in den
schnellen Trail ging. Der untere Teil lies sich richtig flüssig Fahren.
Verfeinert mit Sprüngen, Anliegerkurven und Steilabfahrten machte diese
Passage nicht nur viel Spaß, sondern ich konnte auch ein kleines Loch
zu meinen Verfolgern reißen und mich mit einem weiteren Fahrer von der
Gruppe absetzen. Weiter ging es auf flachen Betonwegen entlang des
kleinen Flusses, bevor wieder der Anstieg zu bezwingen war. Als Duo
unterwegs versuchte ich mit meinem Mitstreiter noch an die Gruppe vor
uns heranzufahren, doch in den folgenden Runden konnten wir den Abstand
nicht verringern. Dafür sicherten wir unseren Vorsprung nach hinten
weiter ab. Nach 5 Runden, 20 Kilometern und 460 Höhenmeter war der Spaß
nach knapp über 50 Minuten schon wieder beendet. Das Ganze war ein
kurzes aber recht intensives Rennen. Am Ende stand für mich ein 11.
Platz unter den etwas über 30 Startern zu Buche.
Da wir den Typ der das Wetter da oben regelt schon lange kennen und ihn
vor kurzen mit reichlich Opfergaben beeindruckt haben war das Wetter
einfach Weltklasse. Das war dann schon mal die halbe Miete für einen
guten Event und für den restlichen Teil des sehr schönen Tages habt ihr
mit eurer Anwesenheit und die Jungs Park mit ihren Tricks gesorgt. Danke an alle, wir freuen uns aufs nächste Jahr und werden versuchen uns noch einmal zu steigern. Special
Thanks an die Jungs vom AJZ-Verein, allen Firmen die uns mit Testbikes
und persönlichem Einsatz unterstützt haben sowie an Georg am Micro.
Für
das Finale der internationalen Deutschen Meisterschaftsserie im
Snowboarding (Chill And Destroy Tour) im schweizerischen Arosa
qualifiziert, nahmen Julian und ich, Henning die Herausforderung
natürlich an und machten uns am vergangenen Freitag um 5 Uhr in der
Frühe auf den Weg, um den Nachmittag noch etwas zum trai...nieren nutzen zu können.
Nachdem
wir den kleinen hochalpinen Ort nach gefühlten 5 Millionen Kurven
Bergfahrt erreichten wollten wir zunächst unsere Übernachtung sicher
stellen. Aufgrund der stattlichen schweizer Preise für so ziemlich
alles außer Benzin, wollten wir versuchen privat unterzukommen und
sprachen deshalb Snowboarder an, die gerade vom Berg kommend durch den
Ort schlenderten.
Nach wenigen Minuten trafen wir auf Michi,
Snowboardlehrer aus Arosa, der uns sofort einen Schlafplatz bei sich
anbot und uns sogar seinen Saisonpass für den Nachmittag zur Verfügung
stellte.
Als wir nach einigen Stunden im Snowpark bei sehr slushigem
Schnee und bestem Frühlingswetter in Michis Butze zurückkehrten wartete
dort Eric Dombrowe, ein altbekannter senftenberger Shredder, der heute
in der Schweiz lebt und sich ebenfalls über einige Ecken beim Michi
eingemietet hatte und auch am CAD-Finale teilnahm.
Dieser
unglaubliche Zufall zeigte mal wieder, dass die Welt ein Dorf ist und
Snowboarden eine Familie! Das wurde uns auch bei abendlicher
Grill&Chill-Session am und im örtlichen Snowboardshop bewusst, bei
der wir herzlich empfangen wurden und mit vielen anderen Snowboardern
aus vielen Ecken einen schönen Abend verlebten.
Am nächsten Tag galt
es dann einen wirklich beeindruckenden Contest zu erleben und
mitzugestalten. Das Wetter passte, der Park war in perfektem Zustand
und das Riding-Level einem CAD-Finalstopp und gleichzeitig
internationaler deutscher Meisterschaft absolut gerecht.
Ich konnte
dann nach der Qualifikation mit einer mittleren Platzierung (21.)
zufrieden sein, Julian gab richtig Gas und konnte sich bei den Kids mit
fs 360 to bs Rodeo als zweiter für die Finalrunde qualifizieren. Im
Finale konnte er diese Kombo leider nicht ganz so sicher zeigen und
hatte in beiden Läufen Probleme seinen Rodeo sauber rauszufahren,
sodass es am Ende ‚nur‘ für den vierten Platz reichte. Trotzdem tolle
Leistung und Gratulation!
In der Gesamtwertung wurde Julian
anschließend für den zweiten Platz geehrt, den er schon vorher aufgrund
guter Leistungen bei sämtlichen Chill And Destroy-Contests dieser
Saison sicher hatte.
Nach dem Contest starteten wir die Heimreise
nach Chemnitz und verabschiedeten uns somit vorerst von einer für uns
beide sehr erfolgreichen und weitgehend verletzungsfreien Saison 09/10.
Zusammen mit Rico, Sascha und Eichi war ich heute
am Start des Kyffhäuser Berglaufes. 8Uhr fiel der Startschuss bei dem
nicht nur über 300 Mountainbiker, sondern auch mindestens die Hälfte
der sächsischen Topfahrer, auf die Strecke geschickt wurden. Kurz
nach dem neutralisierten Start glaubte ich, dass fast alle über den
Winter das Fahren im Feld verlernt hätten. Ständig fuhr irgendwer an
das Hinterrad eines Anderen und es kam häufiger zu beinah Massenstürzen
durch dumme Fahrfehler im Pulk. Ich versuchte mich weitgehend aus allem
rauszuhalten, fand mich mit der defensiven Fahrweise aber schnell an
geschätzter Position 100 wieder.
Über den Seitenstreifen der Straße
kämpfte ich mich wieder nach vorn, ehe am ersten Asphaltanstieg die
Post abging. Ich konnte das Tempo gut mitgehen. In der großen
Spitzengruppe war das Tempo unheimlich hoch. Am ersten Schotteranstieg
rissen große Löcher und ich konnte mit den Jungs von Biehler gut
mitfahren. Am Anstieg hinauf zum Kyffhäuserdenkmal lag ich ca. an
Position 25 und es folgte der schönste Teil der Strecke, der
Singletrail nach dem Kyffhäuser. Die folgenden Schotterabfahrten waren
bei den trockenen Bedingungen wie im Flug zu nehmen, es folgte nur noch
der Wiesenanstieg am Flugplatz vorbei.
Die letzte rasante Abfahrt nach
Bad Frankenhausen konnte ich es noch mal gut rollen lassen. Nach nicht
einmal anderthalb Stunden waren die 42km mit einem 28er Schnitt
absolviert. Am Ende standen für uns Fahrer von BIKER-BOARDER.DE folgende Ergebnisse zu Buche (430 Starter): Platz 20 - Sebastian Siegert - 1:28:27,9h
Platz 52 - Rico Weiße - 1:32:20,0h Platz 76 - Michael Eichhorn - 1:36:28,4h
Gestern hieß es
wieder einmal Zeitfahren und Laufen auf dem Sachsenring.
Es galt 3
Runden a 3,55 Km mit dem Rad zu absolvieren, ich startete ca.10:30Uhr
mit dem Zeitfahren und landete am Ende mit ca. 1:30min Rückstand auf
Platz 12. Punkt 13:00 ging es dann über die selbe Distanz auf die
Laufstrecke, diese gewann ich souverän mit knapp 1:30... min Vorsprung.
Somit gewann ich die Gesamtwertung aus Lauf und Rad mit genau 1 min
Vorspung.
von Sebastian
Heute war ich am Start des Einzelzeitfahrens auf
dem Sachsenring. Da ich das ganze als Trainingsrennen fahren wollte,
verlieh ich mein Rennrad an Isa (für sie rechneten wir uns Siegchancen
aus, die sie auch nutzte - Gratulation zum ersten Platz!!!) und ging
mit dem Mountainbike an den Start. Hans Bergert blickte auch komisch
als er mich mit Stollenreifen auf der Grand Prix Strecke sah, doch ich
wollte die Strecke mit dem Scale bezwingen. Im Minutenabstand wurden
die Fahrer auf die Strecke geschickt. Gleich als vierter Starter wurde
ich losgeschickt und hoffte auf drei schnelle Runden. Mit viel Schwung
ging es ins Omega und den ersten Anstieg hoch, auf der folgenden
Abfahrt zur Karthalle hinab gingen mir das erste Mal die Gänge aus. Am
zweiten Anstieg konnte ich bereits den ersten Fahrer überholen und es
folgte die schnellste Passage des Rundkurses, die lange Bergabgerade.
Noch der steile Berg in der Zielkurve und die scheinbar nicht enden
wollende Zielgerade beendeten die erste Runde. Von den Zeiten her
konnte ich mir das Rennen gut einteilen. Die erste Runde absolvierte
ich in 6:42min, die folgenden fuhr ich in 6:38min bzw. die Schlussrunde
in 6:36min. Macht für die drei Runden eine Zeit ganz knapp unter 20min.
Regen kann einem den Spaß am Snowboarden nicht ganz verderben. So
hatten Julian und ich (Henry) am Samstag noch einen schönen Tag. Julian
stand nach dem Halfpipe Contest, bei dem er leider wegen des
durchnässten Schnees nicht wirklich viel Höhe hatte, unter dem Jubel
vieler seinen ersten BS Rodeoflip aus der Pipe raus. Ich setzte beim
dritten Run des Contests nochmal alles auf eine Karte und konnte zum
Schluss noch einen FS 5er in der Pipe landen und wurde letzten Endes
Zweiter. Der Sonntag war wider Erwarten doch noch zu 95% trocken. So
hatten wir noch eine schöne Session in der schmelzenden Superpipe am
Keilberg und auf den sulzigen Pisten des tschechischen Keilbergs. Mit von der Partie waren an diesem Wochenende: sächsische
Snowboardlegende Jörg "Diddi" Dittmann von Snowboardcenter
Oberwiesenthal mit 3 seiner Snowboardlehrer, David Hoyer, André Dietze,
Julian Bachmann, Alex Schöniger, Marcel Güther, Chris Göricke, Steve
Schneider und einige unserer tschechischen Freunde
Bei der Kamptal-Klassik-Trophy in Langenlois in Österreich belegte Falk Baron in der Altersklasse der Junioren den 15. Platz. „Das
ist zwar noch nicht ganz, das was ich wollte, aber angesichts der
starken Konkurrenz bin ich mit meinem Abschneiden zufrieden,“ meinte
der 17jährige nach dem Rennen. Nach gutem Start führte er sogar
das Spitzenfeld mit Fahrern aus 10 Ländern an. Aber am Berg musste er
den späteren Sieger aus Belgien ziehen lassen. „Die Steigungen
in den Weinbergen hatten es in sich. Im Gegensatz dazu waren Abfahrten
zu leicht, um meine Stärken ausspielen und die in den Anstiegen
verlorene Zeit aufholen zu können.“
06.02.2010 - Chill And Destroy Tourstopp Heubach/Thüringen
Der in Chemnitz studierende Niedersachse Henning Rabe (neustes
Teammitglied im Biker-Boarder Snow Team) arbeitet sich Stück für Stück
nach oben. Letzte Coup war der Sieg des Chill And Destroy Tourstopps im thüringischen Heubach.
Ergebnisse: Seniors: 1. Henning Rabe (Chemnitz/Stade, Biker-Boarder) 2. Thomas Fimmel (Innsbruck/Döbeln, Sane!) 3. Martin Simon (Mitteida/Oberwiesenthal, Biker-Boarder) 4. Toni Kurschat (Erfurt/Oberwiesenthal) 7. Henry Holze (Nitro, Icetools, Spy, Biker-Boarder)
Auch
wenn man aus einem zugeschneiten Skatepark nicht allzuviel raus holen
kann, wollten wir uns einen lustigen Feierabend Mini Shred nicht
verwehren lassen.
Nach einigen Telefonaten stand die Crew fest:
Biker-Boarder Mitarbeiter Sören Mühlberg und die Biker-Boarder
Teamrider Julian Bachmann, Henning Rabe und ich, Henry... Holze.
Wir
mussten zwar noch etwas schaufeln, um die tiefen Spuren eines
Fahrradfahrers im In-Run und vor den Absprüngen zu beseitigen, aber
nach 15 Minuten hatten wir mein Rail eingebaut und auch den Rest fertig
geshapt.
Bis zur Abschaltung des Flutlichts um 23 Uhr hatten wir noch 2 Stunden Zeit zum Shredden und auch jede Menge Spaß.
23.01.2010 - Chill And Destroy Tourstopp Ehrwald (TTR 3star)
Hoch
motiviert brachen Julian Bachmann und ich am Donnerstag gen Süden auf
um am Samstag beim mit 3 TTR Sternen größten Chill And Destroy
Tour-Stops in Ehrwald anzutreten.
Die Nacht verbrachten wir bei Hajo
in München, einem guten Freund von mir aus garmischer Zivizeiten. Am
Freitag morgen brachen wir nach einer kurzen ...Nacht,
durchsetzt von aggressiven Schnarchattacken von Julian :D, früh
Richtung Ehrwald auf um den Tag für ausgiebiges Training nutzen zu
können.
Es war für das gesamte Wochenende bluebird gemeldet und
genauso war es auch. Beste Voraussetzungen also für schöne Parktage.
Doch die Enttäuschung ereilte uns bereits beim Liftticketkauf an der
Kasse, als es hieß der Park sei den ganzen Tag geschlossen. Wir
spekulierten darauf, dass am Nachmittag noch ein paar Lines durch den
massiven Ehrwalder Park möglich sein würden, doch tatsächlich benötigte
die Shapercrew den ganzen Tag um die zwei Kicker mit jeweils über 17m
Tablelängen und die Rails und Boxen für den Contest neu herzurichten.
Nichts
desto trotz genossen wir den Tag in vollen Zügen in dem wir gemütlich
durchs Skigebiet cruisten, wobei einige Holzzäune der Ehrwalder Alm
unter unserem kreativen Riding zu leiden hatten.
Nächtigen konnten
wir das Wochenende bei Hajos Freundin Susanna in Garmisch, wo wir uns
die Abende bei gutem Essen, köstlichen Erfrischungen wie Augustiner
Helles und Tegernseer Spezial, gechillter Stimmung und ganz viel
Nintendo Wii mit Golfsessions bis spät in die Nacht versüssten.
Am
nächsten Morgen ging es dann auf zum Contest. Leider war es so, dass
die riesigen Kicker früh morgens noch extrem hart waren, so dass sich
kaum einer drüber wagte und als es dann langsam weicher wurde blieben
uns nur zwei Runs um uns drauf einzufahren bevor es losging. Leider zu
wenig um im Contest gleich voll Gas geben zu können.
So startete ich
mit einem Sicherheits-Run aus bs 360 und bs 180 shifty-shifty, bevor
ich im zweiten etwas mehr riskierte und fs 360 to bs corked 540
probierte, wobei schon der 3er als no grab leicht verhundst war und ich
auch den 5er nicht sauber sticken konnte. Im dritten Run gab ich dann
mit einer bs corked 720 to bs corked 540 combo nochmal Vollgas, konnte
aber wieder beide Tricks nicht sauber sticken und hatte somit, trotz
guter Raillines keine Chance in einem extrem guten Fahrerfeld (u.a.
Ästhetiker-Pro Rudi Kröll und Elan Pro Friedl May) ins Finale zu kommen.
Ähnlich
erging es meinem Teambuddy Julian, der ebenfalls Probleme an den
Kickern hatte und nur einige Straight-Airs sticken konnte, was in der
Kids-Wertung mit dem sechsten Platz nicht fürs Finale reichte.
Trotz eines vorgehenden langen Grundlagen-trainings bin
ich am Wochenende, aus Spaß und zur Verbesserung der Technik sowie um
Erfahrungen zu sammeln in Pobershau einen Bike-Eliminator gefahren. Ohne
Vorbereitung auf ein Downhill-Rennen war ich gespannt, wie ich mich bei den
Spezialisten in der Männer-klasse schlage. Ab 14:00 Uhr machte ich deshalb den
Skihang unsicher. Die Piste war gefährlich glatt und an manchen Stellen war es
schwer die Kontrolle über das Mountainbike zu
behalten.
Der Mountainbike-Eliminator war ca. 500 m lang und
gespickt mit Kurven, Anliegern, und Sprüngen. Ähnlich wie bei der
Vier-Schanzen-Tournee der Skispringer gibt es eine Qualifikation, nach welcher
dann die besten 32 Fahrer gegeneinander antreten. Der Schnellere kommt jeweils
einen Lauf weiter.
Für den Seedingrun, dem Lauf zur Ermittlung der
Startreihenfolge hatte ich mir einiges vorgenommen. Doch ich kam auf einem
Stück, wo ich durch schnelles Fahren Zeit gut machen konnte, ins driften und
verlor die Geschwindigkeit. Ich belegte beim Zeitfahren den 15.
Platz. Im ersten Ausscheidungslauf stürzte mein Konkurrent
gleich zu Beginn, und ich konnte locker ins Ziel fahren. Leider musste ich mich
schon im Achtelfinale dem späteren Sieger stellen.
Zur Landesmeisterschaft im
Radcross erreichte ich den dritten Platz. Nach einem intensiven Kraftprogramm
wollte ich Abwechslung in das Trainingsgeschehen bringen und startete zur
Landesmeisterschaft im Querfeldeinfahren.
Ich möchte für die
Cross-Country-Saison 2010 schon im April meine Wettkampfform erreichen, deshalb
habe ich mich nicht auf dieses Rennen besonders vorbereitet.
Nach gutem Start
merkte ich jedoch, dass ich auf der aufgeweichten Wiese im Waldenburger Freibad
mit meinem Körpergewicht gegen die leichtere Konkurrenz keine Chance hatte.
Wegen des zugesetzten Antriebes nahm das Fahrrad keine Geschwindigkeit auf.
Ich
fühlte mich nach dem Rennen zwar träge, aber noch nicht völlig erschöpft. Am
Sonntag möchte ich mich beim Querfeldeinrennen "Rund um die Radrennbahn"
revanchieren.
In Chemnitz liegt mir die Strecke, da werden die Karten neu
gemischt.
31.10.2009 - Grenzgänger 12h-Rennen in Sülzhayn/Harz
von Sebastian Siegert
Heute war ich am Start des
"ultraharten" 12 Stunden Rennens Rund um Sülzhayn im Harz. In 12
Stunden sollten bei den Einzelstartern, den 2er, 3er und 4er Teams die Sieger
ausgefahren werden. Ich reihte mich als einer von über 50 Einzelfahrern in der
Startaufstellung ein. Vorher galt es jedoch die schwierigste Frage des ganzen Tages zu klären. Was
zieht man an? Der Start sollte um 8Uhr erfolgen, kurz vorher mussten wir noch
die Scheiben am Auto freikratzen und über dem Ort hingen dicke Nebel- und
Hochnebelschwaden.
Ich entschiede mich für die kurze Hose in Verbindung mit Beinlingen und einer
dicken Schicht Wärmegel, dem kurzen Trikot, Ärmlinge und der Windjacke darüber.
Über die normalen Schuhe kamen erst dünne Überschuhe und dann noch die dicken
Neoprenüberschuhe. Gegen kalte Hände mussten die Windstopperhandschuhe ran und
gegen einen kalten Kopf half die Windstoppermütze unter dem Helm.
So eingepackt
ging es bei frischen 0°C Punkt 8 Uhr auf die Strecke. Bei den Einzelfahrern hatte ich Jens Scholze vom Team-Vogtland als potentiellen
Schnellfahrer im Kopf. Mit ihm ging ich zusammen mit einigen 2er, 3er und 4er
Teams an die Spitze des Feldes und wir gingen die ganze Sache recht zügig an.
Bei
diesem 12 Stunden Rennen gibt es zwei verschiedene Runden. Tagsüber wird auf
einer 15km langen und mit 500hm gespickten Runde gefahren. Ab 16Uhr wird das
Rennen auf eine 3km kurze und mit 100hm verfeinerte Runde geleitet. So hieß es
erstmal gleichmäßig schnell Fahren.
Nach nur 42 Minuten brachten wir die erste
Runde hinter uns und hatten damit schon 4 Minuten Vorsprung auf die direkten
Verfolger. Anfangs der zweiten Runde kannte ich dann die Strecke, konnte etwas
entspannter fahren und musste nicht mehr mit ständigen Überraschungen rechnen.
Ich war noch immer mit Jens zusammen unterwegs, wir wechselten uns gut in der
Führungsarbeit ab und hielten den ein und anderen Plausch. Nach dem ersten
langen Anstieg musste die Kontrollkarte gelocht werden, dann ging es etwas
flacher weiter. Anfang der vierten Runde musste ich dem hohen Anfangstempo
etwas Tribut sollen und ich nahm das Tempo etwas raus um einen gleichmäßigen
Rhythmus zu finden den ich noch für die restlichen knapp 10 Stunden durchfahren
konnte. Ich fand einen guten Tritt und fuhr meistens knapp unter 50min auf der
15km Runde. Anfangs der siebten Runde rechnete ich aus welche Zeiten ich bis
16Uhr fahren müsste um noch ein weiteres Mal auf die große Runde fahren zu
dürfen, 52 Minuten - diese Zeit sollte ich im Mittel für die nächsten 4 Runden
fahren. Just in dem Moment hörte ich ein lautes Zischen vom Hinterrad und
Latexmilch spritzte umher. Durch den Schlamm der am Reifen haftete dichtete das
relativ große Loch nicht sofort ab und so musste ich das Rad erst ausbauen und
ein wenig schwenken bevor ich eine CO2-Kartusche in den Reifen schießen konnte.
Ich verlor einige Minuten durch diese Panne, da mit dicken Handschuhen auch
alles etwas schwerfälliger von Statten ging.
Die Hochrechnung war somit
hinfällig, doch ich setzte weiterhin alles daran noch vor 16Uhr am
Rundendurchlauf zu sein. Auf meiner inzwischen 10. Runde war ich etwa 500m vor
dem Start/Ziel Gelände und hörte das Runterzählen. Mit nur ein oder zwei
Minuten Verspätung kam ich an und wurde auf die verkürzte Strecke geschickt. In
den bis dahin 8 vergangenen Rennstunden hatte ich 10 große Runden absolviert
was schonmal 150km und knapp 5000hm entspricht. Nun ging es also weiter auf der
kleinen Schleife. Diese Runde erinnerte mehr an eine CrossCountry Strecke.
Zunächst ging es steil bergauf um dann einen schön flüssig zu fahrenden
schnellen Trail hinabfahren zu können. Dort konnte man den Schwung nutzen um
anschließend voll in den Gegenhang zu stechen und man musste nur noch ca. 20hm
auf dem kleinen Blatt um ein paar Haarnadelkurven nach oben kurbeln. Es folgte
noch ein weiterer Singletrail und man war fast wieder am Rundendurchlauf. Nach
einer Runde wechselte ich den Helm, so dass Isa auf meinen Helm schonmal die
LED-Lampe montieren konnte. Kurz vor 17Uhr ging ich dann mit hellem Licht auf
die Strecke - es wurde Nacht. Mit super Ausleuchtung konnte ich fast die
gleiche Rundezeiten fahren wie ich dies noch kurz zuvor in der Dämmerung tun
konnte und blieb meist knapp unter 10 Minuten für eine Runde. Der Schlamm der
Strecke setzte dann so langsam dem Material zu. Die Kassette wollte nicht mehr
alle Gänge freigeben und selbst das kleine Kettenblatt setzte sich soweit zu,
dass es nur noch mit lautem knirschen funktionierte - aber es hielt alles bis
zum Ende des Rennens.
Nach 11 Stunden und 58 Minuten Wettkampfzeit fuhr ich
nochmal durch den Rundendurchlauf und musste somit 2 Minuten vor Zielschluss
nochmals auf eine Runde gehen.
Nach etwas mehr als 12 Stunden fuhr ich ins Ziel
und genoss die erste Pause seit 12 Stunden. Am Ende reichten die gefahrenen 222km und fast 7000hm für den ersten Platz in
der Altersklasse und den 2. Gesamtplatz hinter Jens Scholze der ganze 3km mehr
absolviert hat. Einen besonderen Dank möchte ich noch an Isa richten, sie hat mich die ganzen
12 Stunden über bestens betreut und immer mit dem versorgt was ich gerade haben
wollte. Außerdem vielen Dank an Kristin, Danny und das ganze Team FAST für die
tolle Unterstützung und den leckeren Kuchen. Vielen Dank auch an Maik, Rudi und
Kirsten vom Team Biehler dass wir euer Zimmer und den Wasserkocher mit nutzen
durften. Was hätte ich ohne euch und ohne warme Getränke gemacht? Und einen
Dank an Steve Scheffel, den Windschattenspender bei der Aufholjagd nach dem
Platten sowie Marco Scheffel für den Fotoservice. Auf diesem Wege noch Gute Besserung an Kirsten, der leider einen schweren Sturz
hatte.
Der reichlich gefallene Schnee der zweiten Oktoberwoche taute leider
viel zu schnell wieder weg, aber ... ganz oben auf dem Dach Sachsens
lag noch genug Schnee für eine außergewöhnliche Session. Für mich
stand fest, ich will heute Snowboarden - koste es, was es wolle. Also
rief ich meinen Nitro/Biker-Boarder-Teambuddy Julian Bachmann in
Chemnitz an und fragte Fotograf & Snowboarder André Dietze aus
Zwickau, ob er sich auch mit auf Schneesuche begibt. Nachdem wir bei
unserer Spotsuche auf dem benachbarten, tschechischen Keilberg und auch
in Boží Dar-Neklid ohne Erfolg blieb, blieb uns als letzte Chance nur
noch der Gipfel des Fichtelbergs. Dort wurden wir fündig: Die Pisten
boten zwar nicht mehr ausreichend Schnee, aber direkt vor dem
Fichtelberghaus lag noch ein größeres Schneefeld. Nach kurzer
Lagebesprechung fingen wir, unterbrochen von nervigen Fragen unzähliger
Wanderer und Ausflugstouristen, an zu schaufeln - 3 Stunden lang. Viele
Blase an den Händen später stand unser Obstacle. Eine ca. 3m hohe Drop
In-Rampe aus Schnee, die auf einen Kicker zuführte, mit dessen Hilfe
man über eine Astgabel eines Wegweißerbaumes befördert werden sollte,
zierte den Gipfel des 1214m hohen Fichtelberg. Leider war das
Speedproblem trotz Hilfe eines Mitarbeiters des Ordnungsamtes, der uns
Salz spendierte, und zweier Holzkisten fast nicht zu lösen. Trotzdem
hatten wir 2 Stunden Spaß und am Ende einige brauchbare Shots im Kasten. Manchmal
kann man sich mit viel Enthusiasmus und harter Buckelei doch noch ein
paar unvergessliche Stunden auf dem Snowboard schaffen. In diesem Sinne, bis zur nächsten Session. Henry
Erste Snowboard Shots vom 18.10. und 21.10.2009 aus dem verschneiten
Oberwiesenthal/Erzgebirge von Nitro/Biker-Boarder Junior Teamrider
Julian Bachmann und Henning Rabe.
Sonnabend trafen sich die Cross
Country-Fahrer Mitteldeutschlands zum letzen Lauf der ihrer Serie.
Der 2,8
Kilometer lange Rundkurs im Geraer Stadtwald war von Rhythmuswechseln geprägt
und pünktlich zum Hauptrennen setzte teils starker Regen ein.
Ich hatte einen
guten Start und konnte in den ersten beiden Runden das Tempo bestimmen. Jedoch
musste ich in der dritten Runde vom Rad und eine Reparatur am Lenker vornehmen,
denn dieser hatte sich aufgrund der vielen Wellen in den Trails gelöst. Die
dadurch entstandene Lücke zum späteren Sieger, Martin Giese, konnte ich nicht
mehr schließen.
In der Gesamtwertung des
Mitteldeutschlandcups konnte ich mit einem zweiten Rang in der Tageswertung des
Finallaufes bei den Junioren den zweiten Platz sichern. Leider kam es beim
Veranstalter zu Unstimmigkeiten, deshalb wurde die Gesamtwertung nicht
geehrt.
Heute war ich am Start des
Adelsberger Bike Marathons. Da ich selbst in die Organisation der sächsischen
Hochschulmeisterschaft, welche im Rahmen des Rennens über 40 bzw. 60km ausgetragen wurde, involviert war, ging ich nur auf
der 20km Kurzstrecke an den Start. Zusammen mit Rico Weiße, einem meiner neuen Teamkameraden beim Team
Biker-Boarder.de, startete ich aus der ersten Startreihe. Los ging es mit etwa
einem Kilometer welcher noch neutralisiert hinter dem Führungsfahrzeug
absolivert werden musste. Am ersten Asphaltanstieg erfolgte der scharfe Start
und das Führungsauto wollte davon ziehen. Doch Ernst Schwarz forcierte das
Tempo, ich ging mit und wir blieben weiter knapp hinter dem Auto. Nach einigen
Meter blickte ich mich kurz um und wir hatten schon eine Lücke von gut 10m auf
unsere Verfolger. Als es in den Schotteranstieg ging hielten wir das Tempo hoch
und konnten uns langsam um ein paar weitere Meter absetzen.
Zu Beginn der
langen Straßenabfahrt klärten wir kurz ob wir es zu Zweit versuchen sollten und
waren Einstimmig dafür, wozu sollten wir wieder auf die anderen Warten... Mit
gut 60km/h ging es ins Tal hinab um gleich darauf wieder hinauf zu kurbeln. Als
es in den ersten Trail ging blieb ich hinter Ernst und wir mussten einige
Fahrer der Mittel- und Langdistanz überholen. Auf dem weiteren Schotterstück
schloss Dirk Metzler zu uns auf und setzte sich am Berg aus dem Sternmühltal
hinaus an die Spitze. Ernst wurde mit der Zeit das Tempo anscheinend zu langsam
und er forcierte das Tampo wieder. Ich setzte ihm nach, musste am Steilstück
jedoch unfreiwillig vom Rad. Beim herunterschalten fiel mir die Kette zwischen
Kassette und Speichen, also anhalten, die Kette von Hand wieder an ihren Platz
zerren und die verlorenen Plätze gutmachen. Ich wurde ca. auf Platz 8-10
zurückgereicht, konnte jedoch schnell zu Maik Amelang aufschließen, gerade als
ich ihn überholen wollte ging das gleiche Spiel nochmal los. Es wurde steiler,
ich wollte schalten und musste die verklemmte Kette mühsam befreien. Wieder
überholten mich die gleichen Fahrer. Bisher funktionierte meine Schaltung immer
Top und machte nie Probleme, vielleicht wollte sie heute einfach nur den
Feiertag genießen und so strapaziert werden. Die Wut im Bauch versuchte ich in
Vortrieb umzusetzen und machte mich wieder an die Aufholjagd. Auf der
Trailabfahrt ging es mit dem Messer zwischen den Zähnen an drei Konkurrenten
vorbei. Die folgende Schotterauffahrt nutze ich dazu um wieder an Maik
heranzufahren und konnte an der Wiese kurz vor dem Adelsbergturm auch gleich an
ihm vorbeifahren. Nun trennten mich noch zwei Positionen von einer
Podestplatzierung. Auf der Abfahrt nach dem Adelsbergturm konnte ich diese
beiden Plätze noch aufholen und setzte mich bis zum Ziel noch ein Stück ab. Am
Ende blieb mir nach 51:34min Fahrzeit "nur" der dritte Platz in der
Gesamtwertung und der zweite Rang in der Altersklasse. Wenn man bedenkt, dass
ich zweimal die Top10 aufrollen musste ist es doch noch ganz gut :-).
Rennbericht von Rico Weiße
Heute hieß es das entspannteste Rennen des
Jahres zu fahren. Nicht von der Belastung, den die sollte auf Grund des starken
Starterfeldes nicht zu kurz kommen, sondern die Ausfahrt befand sich genau vor
meiner Haustür. Es standen 20 km (500 hm), 40 km (1000 hm) und 60 km (1500 hm)
zur Auswahl. Meine Antibiotika Kur und die Vernunft ließen nur die 20 km zu.
Gegen 08.00 Uhr aufgestanden, gefrühstückt, Gel und Riegel unter den Arm
geklemmt und auf ging es gegen 10.00 Uhr zum Startgelände. Dort traf ich Eichi,
Sascha und Mario die heute bei 40 km an den Start gingen, beim warmfahren.
Schnell wurden noch ein paar Worte mit Maik Amelang und Sebastian Siegert
gewechselt die 40 km starteten und nun musste ich den Körper warm bekommen, es
waren 9°C. Ein paar Runden mit Siegbert auf dem Sportplatz wurden gedreht.
Schnell an den Start vorn ran und auf ging es.
Start. Das Führungsfahrzeug durfte wie immer
nicht überholt werden. Erst am Schößerholz konnten wir frei fahren. Das Tempo
wurde schlagartig angezogen. Die Leute von Biehler, Siegbert und Ernst Schwarz
machten richtig Druck. Da hing mein Puls schnell auf 190 und ich hielt mich aus
der Führungstruppe raus. Dennoch versuchte ich mit kontrolliertem Puls dran zu
bleiben. Nach ca. 5 km holte ich mir 3 Leute vom Biehler Team. Im Hohlweg
krallten wir uns Kevin Schlott. Vor Kevin, mit seinem 29 Zoll Rad zu fahren,
sollte jedoch nicht lange anhalten, am nächsten Berg überholte uns die
Bergziege und sein Abstand wuchs allmählich. So konnte es nicht weiter gehen.
Ich gab noch mehr Druck auf meine Pedale, bis ich ab Kilometer 10 (fast)
alleine fuhr. Fast, weil ich erst später mitbekam, dass ein Ambulanz Fahrer
hinter mir hing. Er fragte mich nach Kilometer 15 ob wir nicht den Rest ein
wenig zusammen kurbeln wollen. OK dachte ich mir, so können wir uns den
restlichen Mob vom Hals halten. Hm… das zusammen Fahren war nach der ersten
Abfahrt beendet. Denn er konnte mein Tempo nicht mitgehen. Doch hatte der
Ambulanz- Fahrer nach dem Zielberg etwas mehr Reserve, so dass er mir in den
letzten 500 m einen Platz abnahm.
Es war ein super Rennen. Gesamtplatz 13
von 283, AK 6 tolles Publikum, tolle Stimmung und Sonne! Was will man mehr.
Ernst Schwarz (Race Team Schwarz) belegte Platz 1 vor Metzler Dirk (LSV
Langenberg) und Siegbert der Platz 3 belegte.
40 km: Mario 19, Eichi 32, Sascha 36, Jens
57, Ronald Öhme war leider krank.
Dr. Ortmann hat sich auf
der 40 km Strecke ordentlich lang gemacht. Von meiner Seite gute Besserung!
Rennbericht von Falk Baron
Seit dem ich
Mountainbike-Wettkämpfe bestreite gehört für mich der Marathon in Chemnitz zum
Pflichtprogramm. Ich entschied mich diesmal für die 40 Kilometer. Das kalte
Wetter am Sonnabend sagte mir nicht so zu, und ich fühlte mich keineswegs so fit
wie in der vergangenen Woche. In Markus Frickelscheer fand er einen
gleichstarken Gegner und es musste ein Sprint über den Sieg bei den Junioren
entscheiden. Nach 01:51:34 Stunden Fahrzeit wurde ich Gesamt 25. und gewann
meine Altersklasse.
27.09.2009 - MTB rund um die Luisenburg“ in Wunsiedel
Kurz vor Saisonende konnte ich mit einem
Sieg beim „MTB rund um die Luisenburg“ in Wunsiedel wieder auf mich aufmerksam
machen. Ich denke, dass ich jetzt meinen Tiefpunkt überwunden habe. Die Runde 4,9 km mit 130 hm führte über Wald
und Wiesenwege.
Sie musste in dem Rennen, welches gleichzeitig für zwei
Cupwertungen herangezogen wurde, dreimal bewältigt werden. Bereits in der ersten
Runde konnten wir Junioren den Streckenrekord knacken. Die Laufzeit, die nach
den Bestimmungen des bayrischen OTV-Cup festgelegt wurde, war die
deutlich kürzer als sonst. So konnte die hohe Geschwindigkeit vom Feld gehalten
werden. Ich konnte mich Ende der zweiten Runde absetzen und
gewann nach 43:40 Minuten. Ich sicherte mir damit wichtige Punkte für den
Mitteldeutschlandcup. Noch ein Rennen der Wertung steht aus, ich möchte
noch den 2. Platz erreichen. Das neue Trainingsprogramm zeigt Wirkung, aber ich
konzentriere mich nun auch schon auf die anstehenden Querfeldeinrennen der
Mitteldeutschen Wertung „Bioracercup“.
Nach 5 wettkampffreien
Wochen stand heute der Neuseen MTB Cup im Terminkalender. Das Rennen vor 2
Jahren an gleicher Stelle hatte ich noch positiv in Erinnerung, denn damals
konnte ich die Mitteldistanz für mich entscheiden. Doch dieses Jahr waren die
Bedingungen für eine Top-Platzierung nicht gerade optimal. Eine Erkältung zwang
mich die ganze Woche zu Trainingsabstinenz und die letzten Hustenspuren waren
gerade so am Abklingen. Aber was solls, ich ging nach langer Zeit mal wieder
auf der Langstrecke an den Start. Langstrecke heißt beim NMC 88km mit, wie ich
im Nachhinein auf der Uhr gesehen hatte, sagenhaften 315hm.
Um 10:45Uhr fiel der Startschuss und ich konnte mich an der Spitze des Feldes
behaupten. Schnell bildete sich eine 9-köpfige Führungsgruppe die gut
funktionierte und das Tempo somit hoch hielt. Die Strecke bestand eigentlich
nur aus Schotter in allen Variationen, mal feiner, fester Splitt, mal etwas
gröber und auf einem ganz fiesem Stück loser, ca. 15cm tiefer Splitt der das
Fahren wie auf Schnee simulierte.
Die erste Runde legten wir mit einem guten
31er Schnitt zurück und kamen geschlossen als Gruppe zum Rundendurchlauf. Wie
will man auf der flachen Strecke eine starke Gruppe auch irgendwie teilen? Bei
Kilometer 29,5 merkte ich auf einmal wie Milch umher spritzte, ich wusste nicht
ob diese aus dem Hinterrad meines Vorausfahrenden kam, oder ob es die Milch aus
meinem Vorderreifen war.
Also bin ich ein kleines Stück versetzt gefahren und
merkte das mein Racing Ralph ein kleines Leck hatte. Was tun? Weiterfahren und
hoffen, dass die Milch dichte oder anhalten und Schlauch einziehen? Es ist
letztendlich eine Mischung aus beidem geworden. Nachdem ich erstmal ein paar
hundert Meter hoffte dass die Milch dichtet hielt ich dann mit immer noch
tropfendem Vorderrad an. Ich suchte die undichte Stelle und putzte etwas Dreck
aus dem Schnitt im Reifen wodurch die Milch die undichte Stelle wieder
verschließen konnte.
So ersparte ich mir zwar das einziehen des Ersatzschlauches,
aber die Gruppe war trotzdem Weg. Gut 15km lang versuchte ich das Loch wieder
zu schließen. Bis auf etwa 30 Sekunden war ich an die inzwischen nur noch
6-köpfige Spitzengruppe herangekommen. Ich setzte alles auf eine Karte,
entweder ich komme mit vollem Einsatz wieder ran, oder nach dem Aufholversuch
geht nichts mehr und ich verhunger im Wind. Letztendlich kam zweiteres dabei
heraus. Auf der flachen, windanfälligen Strecke war es unmöglich wieder an die
Gruppe als Solist heranzukommen. Kurz vor dem Ende der zweiten Runde kam dann
der Mann mit dem Hammer, die Aufholjagd hatte zu viele Körner gekostet.
Ich musste das Tempo rausnehmen und fuhr mit etwas zügigerem Trainingstempo
weiter. Da ich auch nach hinten niemand mehr sah versuchte ich wenigens meine
Platzierung zu halten und zu hoffen, dass vielleicht aus der Spitzengruppe doch
noch jemand zurückfällt. Fast 45km war ich, bis auf einige Überrundungen,
allein unterwegs. Zur Zieleinfahrt nach 4 Runden hatte ich mit meiner Fahrweise
zwar über 19min Rückstand auf den Sieger, Guido Assmann, doch ich konnte meine
Platzierung kontrollieren und erreichte zumindest in der AK-Wertung noch den 3.
Platz. In der Gesamtwertung kam ich mit einer Zeit von 3:10:20 Stunden auf den
7. Rang.
20.09.2009 - Drei-Talsperren-Marathon in Eibenstock
von Falk Baron
Am Sonnabend wollte ich beim Drei-Talsperren-Marathon in
Eibenstock groß angreifen, denn ich hatte diese Woche gut trainiert und fühlte
mich fit. So entschloss ich mich zum Start über die 50 km, da über 30 km nur
sehr wenige vorangemeldete Starter waren, und ich einen ordentlichen Wettkampf
zur Feststellung meines Leistungsstandes anstrebte.
Ich fuhr mich gut warm und kam deshalb nicht zeitig
genug zur Startaufstellung, um vorn zu stehen. Aber, ich konnte mich im Feld
Stück für Stück nach vorn arbeiten. Leider erwischte ich bei der schnellen Hatz
mit einer Durchschnittgeschwindigkeit über 50 km/h ein falsches Hinterrad und
fand mich in einer Sackgasse wieder und musste umdrehen. Dieser Fehler brachte
mich das erste Mal aus dem Konzept. Nach 10 Kilometern fand ich eine geeignete
Gruppe. In dieser Gruppe von zehn Fahren leistete ich nun die Führungsarbeit und
animierte die anderen mitzuhelfen, eine gute Platzierung zu erreichen. Doch den
Sieg in der Juniorenklasse vor Augen ereilte mich auf den letzten 10 km ein
„Schleichplatten“. Ich musste mit Rang 5 in der Altersklasse vorlieb
nehmen.
Nachdem er am Donnerstag meinen Rücken „in Ordnung
gebracht“ hatte, gab der Arzt mir „Grünes Licht“ für die 36 km am Sonntag zum
Greifenstein-Bike-Marathon in Geyer. Da ich zuvor nur leichte Trainingseinheiten
absolviert hatte, war ich auf den Ausgang des Rennens gespannt. Der erste Teil
ging sehr schleppend am Berg, um aber auf den Geraden und Abfahrten Zeit zu
gewinnen, hatte ich mich für das Scott Spark RC entschieden. Das vollgefederte
Rad schonte meinen angeschlagenen Rücken und erlaubte mir viele Single-Trails im
Sitzen zu fahren. Auch bergab fühlte ich mich mit dem Fully sicher und konnte
viele Plätze gutmachen. So sparte ich Kraft und fand mich ins Rennen. Im Ziel
belegte ich den 2. Platz in der Altersklasse der
Junioren.
Mein Bruder Rick startete ebenfalls über die 36 km. In
seinem ersten Jahr in der Alterslasse der Männer hat er aufgrund seiner
Berufsausbildung und noch nicht so viele Rennen bestreiten können. Für ihn galt
es zunächst einen Weg zu finden, wie er die Anforderungen, die ihm in seinen
Beruf als Sport- und Fitnesskaufmann in einen Studio gestellt werden und das
Grundlagentraining vereinbaren kann. Zum GBM zeigte es sich, dass Rick die
Grundschnelligkeit fehlt. Am Ende reichte es für ihn nur zu Platz 57 unter 261
Teilnehmern.
Auch in diesem Jahr legte ich eine Stipvisite bei den
Downhillern ab. Mit meinem Start in der Hardtailklasse wollte ich zeigen, dass
die Cross Country-Fahrer heutzutage auch bergab fahren können. Leider löste ich
im ersten Lauf unbemerkt die Schranke für die Zeitmessung zu zeitig aus, und ich
fand mich auf dem vierten Platz wieder. Jetzt gab es für den zweiten Lauf nur
noch volles Risiko. Zum Glück wurde dieses belohnt, und ich gewann auch den
2. Augustusburger Wiesencross.
22.08.2009 - Mitteldeutsche Meisterschaften Cross Country Nordhausen
von Falk Baron
Am Sonnabend
fanden im Rahmen des Nordhäuser Aktionstages für den Radsport die
Mitteldeutschenmeisterschaften im Cross Country statt.
Eigentlichen waren es
beste Bedingungen und eine Strecke, die vom Profil her mir entgegen kam. Aber
die Tatsache, dass es auf der Runde „Nichts zum Ausruhen“ gab, machte mir dann
doch einen Strich durch die Rechnung.
Denn ich bekam bereits in der ersten Runde
wieder Rückenschmerzen, und ich musste das Feld ziehen lassen. Auf der neu
angelegten Runde im Nordhäuser-Gehege dominierte das Rennen der spätere
Mitteldeutsche Meister und der Dritte der Europameisterschaften, Martin Gluth.
Ich kämpfte mich über die 90-Minuten-Renndauer, um mir die Punkte in der Wertung
um den Mitteldeutschlandcup, welche zur Meisterschaft doppelt zählten zu
sichern. Weiterhin auf Rang 4 liegend konnte ich den Rückstand auf den
Drittplazierten auf 15 Punkte verkürzen.
Eine Woche vor der 24 Stunden WM wollte ich noch mal ein
(Rad)-Wochenende zum genießen haben. Da es aber anscheinend doch nicht ganz
ohne Wettkampf geht standen nicht nur schöne Touren in und um Dresden sowie ein
Besuch im Kletterwald auf dem Programm, sondern es sollte auch kurz und knackig
den Berg hoch gehen.
Beim Bergzeitfahren in Kipsdorf galt es auf 930
Streckenmetern ganze 80 Höhenmeter zu bewältigen.
Da das Rennen auf Asphalt
ausgetragen wurde, zog ich schon vor dem Start merkwürdige Blicke auf mich und
mein Rad. Aber was will man machen wenn das MTB leichter ist als das
Trainingsrennrad…
Der Startabstand betrug jeweils eine Minute, mein Start war
für 17:43Uhr ausgewiesen. Doch eigentlich fängt mein Rennen schon vor dem Start
an, nämlich mit einem kleinen technischen bzw. nutzungsspezifischen Problem.
Bei Startversuchen die der Wahl des richtigen Ganges dienen sollten schoss es
mich mit dem rechten Fuß förmlich aus der Pedale (die Einstellschraube ist
schon max. zugedreht) und mit dem Knie ging es unsanft Richtung Lenker und
Schalthebel. Naja, am Rad alles ganz, das Knie dafür etwas dick. Die passende
Übersetzung hatte ich damit trotzdem noch gefunden.
Mit 32:13 ging es dann auf die Sekunde genau in die etwas
mehr als 8% Durchschnittssteigung. Zum eigentlichen Rennen gibt es gar nicht so
viel zu sagen, es hat ja auch nur 2:37min gedauert. Am Anfang war es steil,
dann etwas flacher, eine Linkskurve, dann wurde es richtig Steil und zum Ziel hin
wieder etwas flacher.
Mit meiner Zeit von knapp über zweieinhalb Minuten belegte
ich in der Endabrechnung den 7. Platz, hinter 6 Rennradlern und vor vielen
weiteren Startern auf schmalen Reifen.
08.08. - 09.08.2009 Harzüberquerung auf dem Harzer Hexenstieg
Schon lange hatten wir uns diese Tour vorgenommen
und am 08.08.-09.08.2009 war es endlich soweit. Kathi u. Jan Borck waren schon
mehrmals mit uns am Gardasee und so bildeten wir ein gutes 4-er Team.
Die
Logistik war nicht einfach – wir parkten 1 Auto in Thale und eins in Osterode.
Am Samstag fuhren wir bis Drei Annen Hohne anfangs auf breiter Fostautobahn,
später auf schönen Singletrails und auch einer steilen Tragepassage bis
Torfhaus. Nach kurzer Rast ging es hinauf zum Brocken und nach 55km und 1100hm
war das Tagesziel erreicht. Am Sonntag fuhren wir die nördliche Tour um die
Rappodetalsperre oft auf Wurzel –und Waldtrails am Bodeufer entlang.
Es ging
auch ständig bergauf und bergab, ähnlich der Strecken an der Mulde entlang.
Leider ist das letzte Stück ab Treseburg für Biker gesperrt, somit mussten wir
auf die Straße ausweichen.
Es war eine sehr schöne Tour. Die GPS Daten des
Tracks haben wir aufgezeichnet falls jemand die Tour nachfahren möchte.
Wir Mountainbiker des SV Blau-Weiß
Augustusburg starteten am Sonntag in Freital zum 4. Lauf des
Mitteldeutschlandcups. Die Rennen entwickelten sich am Rande des Elbtalkessel am
Sonntagnachmittag zu einer wahren Hitzschlacht bei Temperaturen um 30
°C.
Als letztes Rennen des Tages wurde unser
Wettkampf der Junioren ausgetragen. Leider erreichten nur drei Fahrer das Ziel.
Dennoch wurde es beim Kampf um den Sieg sehr spannend. Es war mein erstes Cross
Country-Rennen seit der Deutschen Meisterschaft Anfang Juli, so musste ich mich
langsam in Rennen finden. Ich konnte zunächst das Tempo gut bestimmen, leider
schaffte ich es nicht mich abzusetzen. Der spätere Sieger Conrad Hüwe aus
Weißenfels kam mit den
heißen und stickigen Bedingungen auf der Wiese nach der Abfahrt besser zu Recht
und konnte so die Lücke immer wieder schließen. Im Schlussspurt musste ich mich
knapp geschlagen geben, nachdem ich zuvor beim Überholversuch mit einem Ast
einer Kastanie kollidiert war.
Vorweg erstmal ein paar
Worte in eigener Sache. Meine Berichte sind nicht als Open-Source Version
verfügbar. Sollte sich jemand ganze Sätze bzw. halbe Abschnitte rauskopieren
wollen um seinen eigenen Bericht dadurch etwas aufzuwerten, so bitte ich doch
um Einhaltung der gängigen Zitierregeln… :-)
Sooo, nun zum eigentlichen Thema. Heute stand ich zum
ersten Mal am Start des Bike-Marathons in Jena. Die Entscheidung über die
Streckenlänge fiel letztendlich erst beim setzen des Kreuzes bei der Anmeldung,
ich nahm mir die 50km vor. 9.15Uhr fiel der Startschuss zum neutralisierten
Start, ab dem aber bereits die Zeit lief. Ich konnte mich in der ersten Reihe
hinter dem Führungsmoped einordnen und wir tuckelten erstmal für gut 2km
gemütlich durch Jena. Das Angebot nach Windschatten lehnte unser Führungsfahrer
auf seinem 2-Takter bei sagenhaften 15 Stundenkilometern ab. Sein kräftiges
Hupen signalisierte den scharfen Start und sofort ging es den ersten und
zugleich längsten Anstieg des gesamten Rennens hinauf.
Das Tempo wurde gleich
recht hoch angesetzt und so bildete sich bald eine 7-köpfige Spitzengruppe
heraus zu der auch ich gehörte. Nach nur 18 Minuten kamen wir zur ersten
Verpflegungsstation, die wir aber alle links liegen lassen haben. Die 50km
Strecke bestand aus zwei 20km Runden, dazu kam noch eine An- bzw. Abfahrt von
je 5km. Weiter ging es wie das gesamte Rennen über, auf schnellen
Waldautobahnen. Angesagt war Windschattenfahren und Taktieren. Die Runde
bestand aus vier Bergen mit dazwischen schnellen Abfahrten und langen
Flachpassagen. Ich ging meistens an den Bergen in die Führung, so dass ich
meinen Rhythmus fahren konnte bzw. Angriffen nachsetzen konnte. Anfang der
zweiten Runde setzte ich am Steilstück der Strecke einer Attacke nach und fuhr
das Tempo bis zum Ende das Anstieges durch. Daraufhin schrumpfte unsere
Führungsgruppe auf 5 Fahrer, jedoch wartete ich auf die Gruppe, da ich es für
sinnlos erklärte allein die restlichen 25km bis zum Ziel in Angriff zu nehmen,
wenn sich hinten 4 Mann in der Führung abwechseln können. Weiter ging es mit
Tempogebolze auf Forstautobahnen.
Etwa Mitte der zweiten Runde kam vom
FXX-Fahrer, der bis dahin nur hinten im Windschatten hing, ein Antritt am Berg.
Ich setzte ihm nach und wir konnten ein kleines Loch reißen, das jedoch auf der
nächsten Gerade wieder zugefahren wurde. Von da an wusste ich, dass es auf
einen Zielsprint ankommen würde. Am letzten Anstieg kam dann ein weiterer
harter Antritt, dem ich zunächst nur mit Mühe nachsetzen konnte.
Doch auch
dieses Loch wurde von hinten wieder zugefahren. Einziger Nebeneffekt, wir waren
nur noch zu viert in der Gruppe unterwegs. Als es in die Schlussabfahrt ging
konnte ich mich mit Ronald Kunz und Danny Dittmann absetzen und wir fuhren zu
dritt dem Ziel entgegen. Unverhofft kam noch ein kurzer Gegenanstieg den ich zu
meinem Finalen Angriff nutzen wollte. Ich konnte mich von meinen beiden
Verfolgern lösen und auch auf den letzten Abfahrtsmetern diesen Vorsprung halten.
Kurz nach der Brückenüberquerung ging es dann wieder für mehr als einen
Kilometer flach auf dem asphaltierten Radweg dahin.
Da sich die beiden im Wind
gut abzuwechseln scheinten, wollte ich mich im Wind nicht komplett verheizen
und lies sie nochmals rankommen - ein Pokerspiel. Nur wenige hundert Meter vor
dem Ziel kamen dann einige kurze mountainbikespezifische Abschnitte, es ging
über eine kleine Wiese. Am Hinterrad von Danny übersahen wir im
Absperrbandlabyrinth eine scharfe Linkskurve. Ronald nutzte dies und konnte
sich ca. 50m von mir absetzen, Danny nahm anscheinend dort schon die Beine
hoch. Ich hoffte noch auf eine Chance und diese sollte sich mir an einem
kleinen, aufgeschütteten Hügel auftun.
Nur gut 100m vor dem Ziel mussten wir
nach einer rechts-links-Kombination steil für 5 Höhenmeter bergauf um gleich
anschließend wieder steil bergab dem Ziel entgegenfliegen zu können. An eben
dieser Steilauffahrt musste Ronald kurz vom Rad und ich konnte ihn noch
überholen. Mit nur 2 Sekunden Vorsprung überquerte ich als erster die
Ziellinie.
Mein erster Test nach dem
Grundlagentraining der letzten Wochen war der Uphill des 17.
Erzgebirgs-Bike-Marathon am 01. August.
Beim "Alp de Wettin"
musste man ca. 500 m Asphalt bei durchschnittlich 20 % Steigung bewältigen.
Mein
Ziel war es den Finallauf der sechs Besten zu erreichen.
Leider fehlten mir im
Schlussspurt noch die letzen Körner und ich wurde Siebenter der Gesamtwertung.
Dennoch freue ich mich über den Platz in der Altersklasse der
Junioren.
von Sebastian Siegert
Zum 17. Erzgebirgs-Bike-Marathon in Seiffen wollte ich mal
„nur“ auf der 40km Runde an den Start gehen. Nachdem ich in den Vorjahren bei 3
Starts über die 100km Strecke nur einmal das Ziel gesehen habe, wollte ich
meine Finisher-Statistik mal etwas aufbessern und gleichzeitig die
Platzierungsstatistik der laufenden Saison weiter mit guten Ergebnissen füllen.
Nach den guten Platzierungen der vergangenen Wochen wollte
ich beim EBM mindestens bis zur Siegerehrung bleiben „müssen“, eine
Podiumsplatzierung habe ich mir als persönliches Ziel gesteckt.
Nachdem sich zum Vorstart um 9Uhr die 1500 Starter ins
Ortszentrum von Seiffen in Bewegung gesetzt hatten, ging es noch die erste
Asphaltabfahrt neutralisiert hinter dem Führungsfahrzeug her.
Den scharfen
Start konnte ich aus der ersten Reihe fahren und sortierte mich sofort an der
Spitze des Feldes ein. Die neu gestaltete Einführungsrunde hat deutlich weniger
Höhenmeter als dies bisher der Fall war. So konnte sich das Feld nicht wirklich
entzerren und die erste Phase war von viel Hektik geprägt. Irgendwie wollte
jeder in der ersten Reihe (im Wind) fahren. Naja… Mit über 40km/h ging es den
Seiffner Grund wieder nach Seiffen hoch. Im Ort angekommen waren immer noch
geschätzte 80-100 Fahrer an der Spitze des Feldes recht dich zusammen.
Als es
in die ersten Trails ging sortierte ich mich ca. um die 40. Position ein und
hatte Mühe das hohe Tempo mitzugehen. Ich fuhr mal wieder mit Maik Amelang
zusammen in einer Gruppe und wir arbeiteten uns gemeinsam nach vorn.
Etwa in
der Mitte des ersten Streckenteils bekam ich einen Stock, eigentlich war es
schon ein Ast, zwischen Kettenstrebe und Hinterrad und nach kurzem Stopp um
diesen zu entfernen war ich wieder am Ende der ca. 15 Mann starken Gruppe
angelangt. Ich startete eine Aufholjagd
um wieder zu Maik nach vorn zu fahren. Am letzten Steilstück bevor es in den
Seiffner Grund ging sah ich kurz vor uns Ernst Schwarz von dem ich wusste, dass
dieser auch auf der kleinen Runde gemeldet war. Ich versuchte die Lücke zu ihm
zu schließen und konnte mich dabei von Maik absetzen. In der Steilabfahrt zur
Straße war ich ganz allein unterwegs und hatte viel Platz um mir eine saubere
Linie zu suchen.
Nachdem es an der Verpflegungsstellle vorbeiging, sah ich
Ernst in einer 3er Gruppe auf dem Asphaltanstieg. Der Versuch die Lücke zu
schließen dauerte viel länger als erhofft. Ich brauchte bis kurz vor die
MotoCross Strecke um an ihn heranzufahren und konnte mich kurze Zeit später
gleich noch von ihm absetzen. Nur wenige hundert Meter vor mir tauchte als
nächstes Patrick Müller von der Scott Genius Generation auf, ebenfalls ein
Starter auf der 40km Runde. Gleiches Spiel wie vorher, im nächsten Anstieg
konnte ich die Lücke zu ihm schließen und in der darauffolgenden letzten
richtigen Abfahrt konnte ich mich von Patrick absetzen. In der Anfahrt zum Alp
de Wettin rechnete ich eigentlich noch mit einem Konter und für weiter am
absoluten Limit. Das Steilstück mit mehreren hunderten Zuschauern und
garantierter Gänsehaut bin ich irgendwie hochgefahren. Anscheinend nicht ganz
langsam, aber wie genau kann ich nicht mehr sagen. Ich kann mich daran nicht mehr erinnern, ich weiß nur
noch, dass es laut war, sehr laut… Das letzte Stück vorbei an der Seiffner
Schule sah ich noch einen Fahrer vor mir, der den letzten kleinen Anstieg im
Wiegetritt hochdrückte. Mir ging nur ein Gedanke durch den Kopf: wenn der 2
oder 3 Runden fährt, wieso fährt der hier fast einen Sprint? Und mir war klar,
ein weiterer Fahrer der 40km Strecke musste dies sein. Also setzte ich zum
Finalen Sprint an und war auf Höhe des Festplatzes neben ihm. In der folgenden
180° Linkskehre konnte ich mich vor ihn setzen und erreichte das Ziel knapp vor
ihm. So erreichte ich nach Auf- und Überholattacken in der zweiten Rennhälfte
das Ziel mit 52 Sekunden Rückstand auf den Sieger Marcel Seidel auf dem 2.
Gesamtplatz.
Pokale gab es traditionsgemäß nicht. Dafür wurden typische
Handwerksprodukte aus dem Weihnachtsland als Ehrengaben verteilt. Ein schöner
Nussknacker wird nun bei mir seinen Platz finden…
Weiter geht es dann nächste Woche beim Marathon in Jena, die
Streckenlänge werde ich mir im Laufe der Woche noch überlegen. :-)
Heute war ich am Start des Weidatal-Bike-Marathons, wobei
ich auf der 33km Kurzstrecke am Start war. Pünktlich um 10.20 Uhr fiel der
Startschuss und es ging zunächst etwas hektisch los.
Ich reihte mich sofort an
der Spitze des Feldes ein und konnte das Tempo gut mitfahren.
Auf dem ersten
Singletrail setzte ich mich mit fünf weiteren Fahrern vom Feld ein kleines
Stück ab. Die Beine fühlten sich mit jedem gefahrenen Kilometer besser an und
so setzte ich zusammen mit Maik Amelang am ersten Steilstück eine Attacke - wir
konnten uns zu zweit weiter absetzen. In einer schnellen Abfahrt entdeckte ich
einen Richtungspfeil etwas spät und wir mussten wenden, viel Zeit verloren wir
dabei zum Glück nicht und so konnten wir weiter in Führung bleiben. Bei
Kilometer 13 liefen wir auf das Feld der Mittel- und Langstrecke auf, diese
waren 20 Minuten vor uns auf die Strecke gegangen. Auf den schmalen Trails war
jetzt richtig Verkehr und die Stimmbänder wurden fast mehr gefordert als die
Beine.
Bei knapp der Hälfte der Strecke konnte ich mich von Maik lösen und fuhr
meinen eigenen Rhythmus weiter.
Der weitere Streckenverlauf war von vielen
kurzen aber dafür umso steileren Anstiegen und jeder Menge Wurzelpassagen geprägt.
Ich konnte meinen Vorsprung weiter ausbauen und überquerte schließlich nach gut
1 Stunde 25 Minuten als erster die Ziellinie.
Das Rennen von vorn zu fahren machte unheimlich viel Spaß.
Zumal die Strecke viel Trails zu bieten hatte und es kein Waldautobahnenrennen
war. Nächste Woche geht es dann nach Seiffen zum EBM.
Rennbericht von Ronald Oehme
Am vergangenen Wochenende machte ich mich zusammen mit Thomas Schröder
auf nach Weidatal. Bei bestem Radwetter nahm ich dir 33 Km lange Strecke in
Angriff.
Neben mir startete auch Teamrider Sebastian mit auf der Kurzdistanz.
Nach einem schnellen Start musste ich erstmal ca. 5 Km fahren bis ich
erst einmal richtig in Tritt kam. Ab Km 10 wurde es dann Technisch, sodass sich
mein anfängliches Manko auf den Geraden wieder ausgeglichen hatte und ich jetzt
von der Defensive in den Angriff übergehen konnte.
Ab Kilometer 28 kamen noch
einige sehr steile und schwierige Anstiege. Hinzu kam noch das ab da auch noch
der Verkehr auf der Strecke extrem zugenommen hatte da ich, schon seit der
Hälfte der Strecke, viele von den vor uns gestarteten Langstrecklern eingeholt
hatte. Das kostete mal hier und da die eine oder andere Sekunde. Im Ziel hatte
dann Sebastian, der die Distanz gewonnen hatte, einen ordentlichen Vorsprung
raus gefahren.
Am Ende stand für mich der 8. Platz in der AK und der 17. Gesamtrang auf
der Ergebnisliste. Nun heißt es noch den letzten Feinschliff, für mein
persönliches Saisonhighlight den EBM am kommenden Wochenende, zu machen.
Nach einem wettkampffreien Wochenende und der
OP-Nachuntersuchung am Uniklinikum Dresden am Donnerstag - ich darf offiziell
wieder alles machen - war ich heute am Start des KBC in Johann’stadt.
Da es nur auf den 23 und 46km Runden eine Teamwertung gab
ging ich eben mal nur über die mittlere der drei Distanzen an den Start. Direkt
nach dem Startschuss konnte ich mich an der Spitze des großen Feldes behaupten.
Nachdem es zunächst schnell bergauf ging mussten viele Fahrer dem hohen Tempo
Tribut zollen, so dass sich schnell eine Spitzengruppe mit ca. 10-12 Fahrern
bildete. Nach dem ersten schlammigen Trailabschnitt konnten wieder einige
Fahrer aufschließen und das Tempo an der Spitze zog wieder an. Die Anfangsphase
war dann vom hohen Tempo und Windschattenfahren geprägt. Nach weiteren
Anstiegen mit hohem Tempo war die Sptzengruppe auf acht Fahrer geschrumpft
und dies sollte auch fast bis ins Ziel
so bleiben. Durch den nassen, aufgeweichten Boden waren die Abfahrten rutschig
und mussten mit einer guten Mischung aus Vorsicht und Risiko gefahren werden.
Ich wollte weder stürzen, noch die Gruppe verlieren.
Kurz vor Ende der ersten
Runde ging es an den Schanzen vorbei. Bei diesem bergauf führenden
Trailabschnitt vermutete ich dass sich einige Fahrer absetzen wollten, doch es
kam keine entscheidende Attacke und so fuhr ich in der gut harmonierenden
Gruppe auch noch in der zweiten Runde.
Durch die vielen Fahrer die auf ihrer ersten Runde durch den Schlamm
gerutscht sind waren die Abfahrten im zweiten Umlauf ziemlich stark ausgefahren
und es hatten sich tiefe Spurrinnen gebildet. Etwa 10 Kilometer vor dem Ziel
wurde mir eben solche Rinne zum Verhängnis und ich musste kurz vom Rad um einen
Sturz zu verhindern, doch damit verlor ich auch den Anschluss an die
Spitzengruppe. Bis zum Ziel versuchte ich noch das Loch zu schließen, doch es
war kein rankommen mehr.
Letztendlich beendete ich das Rennen über 46km auf
einem dritten Gesamtrang mit knapp über 2 Minuten Rückstand auf den Sieger. Trotz Schlamm stand am Ende ein
über 25er Schnitt auf dem Tacho.
Zusammen mit Rick und Ronald war ich auch für die Teamwertung gemeldet. Durch eine starke
Teamleistung konnten wir am Ende den zweiten Platz für uns erkämpfen. Es ging
im wahrsten Sinne um die Wurst, denn die
Preise der Teamwertung wurden durch eine Fleischerei zur Verfügung
gestellt.
Rennbericht von Ronald Oehme
Am Sonntag, den 12.07. ging es auf der gewohnt schlammigen Strecke in
Johanngeorgenstadt wieder einmal ab. Zusammen mit Sebastian und Rick starteten
wir für BIKER-BOARDER auf der 46 Km Distanz. Ursprünglich wollte ich nur die 23
Km Runde fahren, aber um eine Teamwertung möglich zu machen ging ich auch auf
die Mitteldistanz.
Nachdem der Startschuss endlich gefallen war, ging es im Eiltempo in
Richtung Loipenhaus. Aber schon am ersten Berg musste ich auf 90%
zurückstecken. Der Grund dafür war das ich wieder einmal mit Schmerzen im
oberen Rückenbereich zu kämpfen hatte. Dieses Problem löste sich ab Km 10 auf
und ich konnte endlich versuchen den Rückstand, den ich bis jetzt hatte
einstecken müssen, zu verkleinern oder wenigstens nicht größer werden zu
lassen. Dies gelang mir ab Anfang der zweiten Runde dann ganz gut. So konnte
ich den Rückstand auf Rick und Falk wieder zufahren und mich in der zweiten
Runde an den Anstiegen durchsetzten. In den zum Teil sehr ausgefahrenen und
äußerst rutschigen Abfahrten musste ich allerdings immer etwas raus nehmen, da
ich keinen Sturz riskieren wollte und das Bike heil durchbringen wollte. Am
letzten Anstieg konnte ich noch einmal zulegen und mich somit noch an drei
Kontrahenten vorbeifahren.
Alles in allem kann ich mit einem
11. Klassenrang und einem 16. In der Gesamtwertung ganz zufrieden sein.
28.06.2009 - Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) Spessart-Bike-Marathon in Frammersbach
von Sebastian Siegert
Nur eine Woche nach dem schweren 24-Stunden-Rennen in
Chemnitz war ich beim nächsten Saisonhighlight am Start. Im Rahmen des 13.
Spessart-Bike-Marathons wurde die deutsche Hochschulmeisterschaft in
Frammersbach ausgetragen. Ich „musste“ über die 117km und mit gut 3100hm gespickte
Langstrecke an den Start gehen um für die DHM gewertet zu werden, Lizenz sei dank.
Bereits um 8Uhr fiel der Startschuss im wohl bikeverrücktesten Ort
Deutschlands. Nach kurzer fahrt durch den Ort ging es bereits in einen 300hm
Anstieg. Ich fühlte mich erstaunlich gut und konnte mich in der ca. 30-köpfigen
Spitzengruppe festsetzen. Doch bereits nach etwa 30 Minuten Renndauer hat mir
irgendjemand förmlich den Stecker gezogen, es ging nichts mehr.
Der Wettkampf
vom letzten Wochenende steckte noch zu tief, als dass ich in gewohnter Form das
Rennen bestreiten konnte. Mir blieb also nichts anderes übrig, als eine Gruppe
nach der anderen passieren zu lassen, denn selbst im Windschatten konnte ich
mich nicht halten.
Ich rollte z.T. mit Grundlagenpuls über die Strecke und die
Muskulatur machte trotzdem komplett zu.
Als es nach 55km zum ersten Mal den
Grabig hinaufging - ein Anstieg mit Gänsehautgarantie und einer Mischung aus
Alp de Wettin in Seiffen und Fernsehbilder von Bergetappen bei der Tour de
France - wollte ich mich mit einem kurzen Bergsprint bei den gut 1000
Zuschauern an dieser 20% Steigung bedanken.
Durch die Anfeuerungsrufe und die
wahnsinnige Stimmung konnte ich binnen weniger hundert Meter 5 andere Fahrer
überholen und merkte, dass die Beine langsam wieder aufgingen.
Die Gedanken
nach der ersten Runde aus dem Rennen auszusteigen waren aber trotzdem noch
vorhanden. Als es dann zum Rundendurchlauf kam, wollte ich schon Richtung Ziel
abbiegen und das Rennen als schnelles Training abhaken.
Ein freundlicher Ordner
sprang mir jedoch in den Weg und ehe ich mich versah war ich mit den Worten „DU
hier lang“ auf die zweite Runde geschickte worden. So werden einem
Entscheidungen abgenommen.
Ich fühlte mich zunehmend besser und konnte auch an
den Anstiegen wieder Druck aufs Pedal bringen.
Auf den schnellen Abfahrten
konnte ich es mit dem Scale so richtig krachen lassen und hatte einfach wieder
Spaß am Biken.
Nachdem ich zwischenzeitlich auf den etwa 80. Platz
zurückgefallen war gehörte die zweite Runde mir. Ich überholte einen Fahrer
nach dem anderen und konnte ich bis zum Ziel noch auf denn 48. Gesamtrang nach
vorn kämpfen.
Mit knapp über 5 Stunden 31 Minuten Fahrzeit konnte ich so
immerhin noch ein Top50 Ergebnis bei diesem UCI C1 Rennen einfahren. Für die
DHM Wertung reichte diese Zeit für den 10. Platz.
4. Lauf zum iXS German Downhill Cup in Oberwiesenthal abgesagt
Leider muss der 4. Lauf zum
iXS German Downhill Cup in Oberwiesenthal abgesagt werden, da der örtliche
Veranstalter die notwendige forstbehördliche Genehmigung nicht erhält. Damit
besteht die deutsche Serie in diesem Jahr nur aus 4
Rennen.
Trotz vorheriger Absprache mit
der lokalen Forstbehörde wird die Erlaubnis zur Durchführung einer
Radsportveranstaltung auf dem Grundstück des Landesforsts nicht erteilt. Dem
Veranstalter ist insoweit kein Vorwurf zu machen, da er lediglich an der
schwierigen Bürokratie gescheitert ist, aber alles weitere mit höchstem
Enthusiasmus organisierte.
Das Rennen hätte eine wirkliche
Bereicherung für den deutschen Rennkalender bedeutet, da die infrastrukturellen
Bedingungen nahezu perfekt wären. Die nationale Downhillszene darf hoffen, dass
in naher Zukunft die behördlichen Probleme gelöst werden können und
Oberwiesenthal in den iXS German Downhill Cup aufgenommen werden
kann.
Die iXS Downhill Cup Organisation
bemühte sich in den vergangenen Wochen um einen würdigen Ersatz. Jedoch konnte
nach einigen Verhandlungen mit möglichen Veranstaltungsorten kein Ausweich
gefunden werden. Trotz dass die Serie nun nur noch aus 4 Rennen besteht, wird es
weiterhin ein Streichergebnis geben, so dass in die Gesamtwertung drei Seeding
Runs und drei Finalläufe eingehen werden. Damit finden auf deutschem Boden in
der Saison 2009 insgesamt 8 Rennen der iXS Serien statt (4 Läufe zum iXS German
Downhill Cup, 1 Lauf des iXS European Downhill Cups und 3 Rennen zum iXS Rookies
Cup).
Am Sonntag startete ich in Albstadt
zum 4. Lauf zur Bundesliga im Mountainbike. Auf der schwäbischen Alb war ein 5
km langer Rundkurs mit 200 Höhenmetern zu bewältigen.
Ich hatte vorher eine
Woche schweres Kraftausdauertraining mit der Nationalmannschaft absolviert, um
meine Form neu aufzubauen.
Deshalb lang die Meßlatte auch aufgrund der starken
internationalen Konkurrenz nicht sehr hoch.
Mein Ziel die volle Renndauer
durchzuhalten habe ich erreicht. Nur das Ergebnis hat mit Platz 44 einen kleinen
kosmetischen Fehler. Schaut man aber auf die Abstände bis Platz 20 kann ich
zufrieden sein und hoffen, dass ich in Wetter in zwei Wochen wieder in die
Punkte fahre.
Eine Woche vor dem 24 Stunden Rennen in Rabenstein fand für
mich der letzte Formtest beim Bike Marathon in Erfurt statt. Zum Start um kurz
nach 10 Uhr stand Ronald, ebenfalls Biker-Boarder.de Teamfahrer, neben mir im
Startblock.
Nach dem Startschuss ging es hinter dem Führungsfahrzeug auf
eine kurze Einführungsrunde durch Erfurt, bevor wir Richtung Steigerwald und
Truppenübungsplatz abbogen. Im großen Starterfeld konnte ich mich recht weit
vorn einsortieren und fand von Anfang an einen guten Tritt.
Am ersten Anstieg
wurde das Tempo verschärft und das Feld riss schnell auseinander. Direkt hinter
dem Führungsfahrzeug bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe, ich sortierte
mich in der ca. 20 Mann starken ersten Verfolgergruppe ein.
Auf dem
Truppenübungsplatz galt es Kräfte zu schonen und dennoch das Tempo hoch zu
halten.
Weiter ging es auf die ersten Singletrails auf denen leider auch Stürze
nicht aus blieben. Zum Glück konnte ich auf den schlammigen Passagen auf dem
Rad bleiben und mich in der Gruppe halten. Durch das hohe Tempo an den
folgenden Anstiegen verkleinerte sich die Verfolgergruppe auf ca. 8-10 Fahrer.
Es wurden zwar noch einige Angriffe gefahren, aber absetzen konnte sich keiner
der Fahrer. Bei Kilometer 32 ging es in den, mit 250hm, längsten Anstieg des
Rennens.
Auf der Asphaltstraße verlor ich den Windschatten der inzwischen nur
noch fünfköpfigen Verfolgergruppe und musste allein gegen den Wind ankämpfen.
Später ging der Anstieg über einen schönen Trail zum höchsten Punkt der
Strecke. Die folgende Abfahrt war recht schnell und flüssig zu fahren. Eine
recht große Senke überraschte mit einem weiten Sprung, bevor es den gleichen
Berg von der anderen Seite nochmals zu bezwingen galt. Ein steiler Trailanstieg
wartete und ich lag bis dorthin auf Platz 10, des gesamten Feldes, wobei danach
noch die Streckenteilung für die Mittel- und Langstrecke kam. Von dort aus ging
es auf schnellen Wegen zurück Richtung Erfurt. Auf dem Truppenübungsplatz
erfolgte dann die Streckenteilung und ich bog auf die 51km lange Mittelstrecke
ab. Kurz vor dem Ziel wartete dann noch ein Auf-und-Ab auf verwinkelten Trails
im Steigerwald auf uns. Nach letztendlich 57,5km und 2 Stunden 13 Minuten
erreichte ich mit nur 2:29 Minuten Rückstand auf den Sieger das Ziel auf Platz
6 der 325 Starter.
Rennbericht von Ronald Oehme
Bei bestem Rennwetter ging es am vergangenen Wochenende nach
Thüringen, zur 9. Auflage des Erfurter Bike-Marathons. Für den BIKER-BOARDER
Teamrider stellten sich die 51 Km
Mitteldistanz schwieriger heraus als zuvor angenommen.
Am Start war mir schon eins klar, eine gute Platzierung wird
hier extrem schwer. Der Grund dafür war die Altersklasseneinteilung, in der die
Herrenklasse und die Senioren 1 Wertung zusammengelegt wurden. Dennoch gab ich
vom Start weg alles und versuchte die gute Startposition zu nutzen. Allerdings
merkte ich schnell das ich durch die vorangegangene Trainingswoche stark
geschlaucht war und mir somit der Biss in den Anstiegen fehlte. Und als dann
immer mehr Kontrahenten mit defekten oder nach einem Sturz am Streckenrand sah,
betrieb ich Schadensbegrenzung und fuhr dann das Event als 56. der Altersklasse
und 66. in der Gesamtwertung zu Ende.
Als Vorbereitung für die nun anstehenden Heavy 24 war das
Rennen doch gut und nun heißt es alle Hebel für eine Gute Form, in
Chemnitz/Rabenstein, in Bewegung zu setzen.
06.06.2009 Deutsche Meisterschaft MTB Marathon Garmisch-Partenkirchen
von Sebastian Siegert
Am 6. Juni wurden am Fuße der Zugspitze die Meister der
Langstrecke gesucht.
Auf dem technisch einfachen, aber konditionell äußerst
fordernden Kurs wollte ich dieses Jahr mal wieder einen Langstreckenmarathon
gut durch
kommen und meiner Form für die bevorstehenden 24-Stunden-Rennen
weiteren Feinschliff verpassen.
Nachdem die Teilnehmer nach der aktuellen UCI-Rangliste in
den Startblock gerufen wurden standen sämtliche deutschen Marathon-Pros an der
Startlinie. Pünktlich um 9.30Uhr viel der Startschuss bei angenehmen 20°C und
es galt zunächst die ersten 10 relativ flach verlaufen Kilometer zu
absolvieren.
Auf den Straßen in Garmisch war das Tempo noch recht verhalten und
durch den großen Fahrerpulk blieben leider auch Stürze nicht aus – zum Glück
knapp hinter mir.
Auf dem ersten Schotterweg wurde das Tempo dann rapide erhöht
und das Feld zog sich weit auseinander. Von den über 100 Startern konnte ich
einen Platz im Mittelfeld behaupten und es bildeten sich kleine
Windschattengruppen. Rund um den Eibsee bekam ich die ersten Tropfen ab, kein
gutes Zeichen. Kurz darauf begann der längste Anstieg des Rennens. Auf rund
10km galt es die 700hm hinauf zur Trögelhütte zu bewältigen. Ich fand einen guten
Rhythmus am Berg und lag weiterhin um ca. auf Platz 50. Die schnelle
Schotterabfahrt kannte ich noch vom Marathon 2007 und so konnte ich meinem
Scale freien Lauf lassen.
Direkt von der Abfahrt ging es in den nächsten, diesmal richtig steilen, Anstieg
zum Eckbauer. Die darauffolgende Abfahrt war die anspruchsvollste des gesamten
Rennens, dazu begann es jetzt auch noch stark zu Regnen. Auf nur 3km mussten
fast 500hm gen Tal zurückgelegt werden. Der steile Schotterweg war durch
Querhölzer befestigt, welche durch den Regen zu heimtückischen Fallen wurden.
Im Tal ging es durch den Start-/Zielbereich und es musste noch die letzte gut
30km lange Schleife absolviert werden. Noch einmal galt es 800hm zu überwinden.
Diese verliefen sehr unrhythmisch in einigen Stufen den Berg hinauf. Zusammen
mit dem Regen kam auch ein Temperatursturz.
Bei nur noch 11°C und völlig
durchnässt hatte ich große Probleme auf Betriebstemperatur zu bleiben. Was im
Anstieg noch halbwegs machbar war bereitete mir auf der Schlussabfahrt größte
Probleme. Auf der schmierigen Asphaltabfahrt von der Farchanter Alm war es mit
gefühllosen Fingern wie ein Spiel mit dem Feuer ob man den passenden Bremspunkt
trifft oder nicht. Auf dem letzten kurzen Trailabschnitt kam mir das Bikecamp
vor 14 Tagen am Gardasee zu Gute. Obwohl ich vor Kälte schon auf dem Rad zu
zittern begann ließ ich es noch mal laufen. Die letzten 5km bis zum Ziel waren
auf flachen Straßen zurückzulegen bevor es durch den Kurpark auf die Zielgerade
ging. Nach 4 Stunden 46 Minuten erreichte ich, völlig ausgekühlt und nur mit
dem Wunsch nach einer heißen Dusche, auf Rang 59 das Ziel.
Unter dem Motto: "Radeln für Behinderte" fand am vergangenem Samstag zum 11. mal das Erzgebirgsradrennen in Markersbach statt. Bei herrlichen 25°C und strahlendem Sonnenschein war dieses Wochenende das komplette Gegenteil zur vorangegangenen Mad East.
Der Vorsatz bis zum Oberbecken erstmal nur mitzufahren und die Gegner auszukundschaften wurde schnell verworfen und durch Fahren an der „Kotzgrenze“ ersetzt.
Denn leider kam mir die technisch eher einfachere Strecke mit ihren windigen Geraden und langen Anstiegen nicht sehr entgegen. Trotzdem gab ich mein Bestes und nahm mit 194 Herzschlägen den Fichtelberg an der Spitze einer Gruppe, und versuchte somit die Spreu vom Weizen in der Abfahrt über den Reitsteig zu trennen. Diese Rechnung ging leider nicht ganz bis ins Ziel auf.
5 Km vor Schluss setzten dann meine Windschattenfahrer zum Angriff an, den ich leider nicht mehr kontern konnte und verwiesen mich somit auf den 46. Platz der Gesamtwertung und den 20. in der Altersklasse Herren.
1. Tag: Monte Casale „Ein gestrandetes Schiff mit dem Namen Casale“
Pünktlich 10:30Uhr brachen wir mit einer kleinen 9-köpfigen Gruppe auf um das „gekenterte Schiff“ zu besichtigen. Unsere Tour führte uns über Arco und San Giovanni, vorbei an der Malga val Bona zu den steilen Anstiegen hinauf zum Monte Casale. Bereits unterhalb des eigentlichen Gipfels konnten wir schon den ein oder anderen Traumhaften Blick ins Sarcatal erhaschen. Mit viel Hunger erreichten wir das Rif. Don Zio und mussten feststellen, dass dort erst Anfang Juni die Saison beginnt.
Nicht nur wegen des Hungers, sondern auch weil ein Gewitter heranzog genossen wir die traumhaften Ausblicke nur für kurze Augenblicke und machten uns bald wieder auf die Abfahrt. Kurz vor Comano bogen wir zum Passo della Morte ab und hatten nochmals 200hm zu bewältigen.
Von dort genossen wir eine feine Trailabfahrt mit kurzer Klettereinlage in die Sarcaschlucht.
In Sarche plünderten wir den Supermarkt und machten uns über den Marocchetrails auf den Rückweg nach Riva. Gegen 18Uhr waren wir wieder am Hotel und hatten 70km und über 2100hm geschafft.
2. Tag: Monte Vignola „Das Horn der Angst“ + Monte Altissimo
Weiter getreu dem Motto „Abseits der Standardwege“ fuhren wir am Freitag mit unserer 7 Mann starken Gruppe über Nago und Mori ins Etschtal. Auf dem Sentiero della Pace fuhren wir die alten Militärwege aus dem Etschtal hinaus. Auf dem Weg zum Corna della Paura zeichnet die alte Militärstraße ein gewaltiges „Z“ in den haltlosen Fels. Mit vier Tunnel bezwingt man so die fast senkrecht abfallende Feldwand. In San Valentino machten wir heute mal richtig Mittag, wenn auch erst gegen 15Uhr. Weiter ging unser Weg vorbei am Rif. Graziani hinauf auf den 2079m hohen Mte. Altissimo di Nago.
Nach genossenem Ausblick über den nördlichen Gardasee begann die Abfahrt/Abstieg auf dem noch mit Schneefeldern bedeckten Sent. 601. Weiter ging unsere Abfahrt auf der Schotter und Asphaltstraße, bis wir schließlich ca. 1200m über dem Gardasee auf den Navenetrail einbogen. Dieser schmale Weg klebt förmlich an der Westflanke des Altissimo und man hat lange Zeit das Gefühl man verliert überhaupt nicht an Höhe. Mit seinen flüssigen aber auch höchst technischen Abschnitten ist dieser Trail ein Ritterschlag für jeden Mountainbiker. Nach fast eineinhalbstündiger Abfahrt für 1200hm und anschließender Rückfahrt nach Riva erreichten wir 20Uhr unser Hotel. Absolviert haben wir fast 100km und knapp 2800hm.
3. Tag: Passo Nota, Bocca di Fobia
Am dritten Tag war unsere Racegruppe weiter geschrumpft und wir gingen nur noch zu fünft an den Start. Von Riva über die Ponale Straße fuhren wir nach Pre. Von der ging es über die von mir angekündigten „steilen Rampen“ zum Passo Guil. Oben angekommen stellten wir dann fest, dass es gar keine steilEN RampEN waren, sondern lediglich eine die von unten bis oben sicherlich nie unter 20% hatte. Weiter ging unsere Tour über den Passo Nota und der traumhaften Trailabfahrt zum Reitstall nach Vesio. Dort machten wir bereits 13Uhr Mittag um uns für den unbekannten Tagesabschnitt zu stärken. Über den Sent. 218 fuhren und schoben wir mit einer wahnsinnigen Aussicht ewig an der Hangkante entlang. Eigentlich auch kein Fan vom Fahrradschieben störte mich dies auf dem nur Lenkerbreiten Trail dort in keinster Weise, denn nur so konnte man die schönen Ausblicke genießen. Auf einer kleinen Anhöhe trafen wir 4 Enduristen die sich gerate ich Protektoren anlegten.
Auf die Frage wie weit es noch bis zur Bocca di Fobia sei sagten sie nur „Ja, die ist hier“. Aha. Dieser kleine Hügel im Wald war unser Tagesziel. Auf dem ersten Abschnitt der Trailabfahrt zwangen uns umgestürzte Bäume häufig zu kleinen Klettereinlagen. Im weiteren Verlauf wurde der Trail immer besser fahrbar und zauberte zunehmend ein breites Grinsen in unsere Gesichter. An einem kleinen Wasserfall der den Weg kreuzte füllten wir die Flaschen auf um den bevorstehenden Gegenanstieg zum Passo Nota erneut zu bewältigen. Als Abfahrt wählten wir den schnellen Weg über Ledro und die Ponale Straße zum Hotel zurück. Nach 77km und 2800hm erreichten wir 19Uhr unser Hotel.
Drei schwere Tourentage mit einer netten Gruppe, viel Spaß auf den Trails, noch schöneren Aussichten und nicht zu vergessen: ohne schwere Stürze, machten auch dieses Bikecamp mal wieder zu einem unvergesslichen Urlaub.
15. - 17.05.2009 2. Etappe Mad East Challenge 500 „Hart an der Grenze“
von Ronald Oehme
Am Samstag den 16.05.2009 machte sich BIKER-BOARDER Teamrider Ronald Oehme, bei anfangs noch wiedrigen Bedingungen, auf zur 2. Etappe der Mad East Challenge 500.
Um seine Zeit der 2. Etappe in die Teamwertung mit einzubringen. Die am Start herrschenden 10°C und der Regen waren nicht grade die idealen Vorraussetzungen für die Marathondistanz von 75 Km. Aber Petrus zeigte sich kurz nach dem schnellen Start als gnädig und das Thermometer stieg noch bis auf 18°C mit Sonnenschein.
Da es die Nacht zuvor stetig geregnet hatte, war der Waldboden völlig aufgeweicht und stellte Schaltung wie auch Reifen auf eine extrem harte Probe, die das von BIKER-BOARDER gestellt, Scale RC mit Bravour gemeistert hatte. Wieder einmal war das Bike perfekt vorbereitet gewesen und hatte nicht die geringste Schwierigkeit mit der brutalen Strecke gehabt.
Ich habe mich dabei auch stetig am Limit bewegt, was ich um ein Haar hätte gegen Ende des Rennens büßen müssen. Denn das Höhenprofil war gespickt mit knackigen Anstiegen und technisch schwierigen Abfahrten, sodass es keinerlei Gelegenheit gab um kurz durchzuatmen.
Am Ende des Rennens zeigte der Radcomputer 79 Km und 2055 Höhenmeter in 3 Stunden und 55 Minuten an. Das bedeutete Platz 31 in der Tageswertung der Herrenklasse, und ist als gute Vorbereitung für die 4-Hübel-Tour Ende August zu werten. Mit dieser neuen Erfahrung im Bereich der Langstrecke wird zielsicher der Saisonhöhepunkt am 02.08.2009 zum EBM in Seifen angesteuert.
Mit dem tschechischen Malevil Cup hatte ich mir nach Verletzungspause einen der technisch anspruchsvollsten Marathons herausgesucht die es in unserer Umgebung gibt.
In Hinblick auf das bevorstehende 24-Stunden-Rennen am Stausee Oberrabenstein sollten alle Rennen im Mai noch der direkten Wettkampfvorbereitung dienen. Mit dem Start auf der 106km Runde wollte ich sehen wo ich meine aktuelle Leistungsfähigkeit einordnen kann.
Der Startschuss viel pünktlich 9Uhr. Direkt nach dem Start konnte ich das hohe Tempo der Spitzengruppe mitgehen und konnte mich etwa um den 30. Platz im stark besetzen Feld behaupten.
Mit den steilen Anstiegen und technischen Abfahrten, die z.T. mehr an Cross-Country Rennen erinnern als an einen Marathon, kam ich zunächst besser klar als gedacht. Am höchsten Punkt der Strecke, dem Hochwald, lag ich noch immer in aussichtsreicher Position. Doch kurz nach der langen Abfahrt machte sich der Trainingsrückstand vom Winter bemerkbar und ich musste deutlich das Tempo verringern um überhaupt noch das Ziel zu erreichen. Die letzten 60km absolvierte ich mehr im Touren- als im Wettkampftempo.
Nach 5 Stunden 24 Minuten erreichte ich das Ziel, die Platzierung wollte ich gar nicht wissen… Wenigstens wusste ich nach dem Rennen, dass ich wieder auf dem richtigen Weg bin. Ich konnte das hohe Tempo am Anfang mitgehen, jetzt muss nurnoch die Tempohärte kommen.
30.04. - 03.05.2009 Sympatex Bike Festival Garda Trentino
Thomas
Schröder und Ronald Oehme sind am vergangenen Wochenende nach Riva del
Garda zu Bike Festival aufgebrochen um dort ein Specktakel der
Extraklasse zu erleben.
Im Mittelpunkt stand eigentlich das Race aber
das wurde durch das Festival so perfekt eingerahmt das das ganze
Wochenende als Höhepunkt gelten kann.
Am
Samstagmorgen ging es früh raus, denn der A Startblock machte sich
schon 7:30Uhr auf die Hatz nach Höhenmetern. Für beide Fahrer stand im
Vorfeld fest hier heißt es Erfahrungen sammeln und ein Sauberes Rennen
abliefern. Thomas nahm sich von vorn herein vor auf die Ronda Extrema
zu gehen, deren Höhenprofil sich wie ein Spektakuläres Krimi liest.
Ronald wollte erst noch abwarten und schauen was der Körper am Abzweig
zur Ronda Grande sagt. Nach 2600 Hm und 74 Km entschied sich der
BIKER-BOARDER Teambiker doch auf die Extrema abzubiegen. Leider setzten
kruz nach der Induktionsschleife die Krämpfe ein und der letzte Berg
mit seinen 700 Hm wurde zur wahren Herausforderung.
Am letzten
Verpflegungsstand wurde in Form von Cola noch einmal etwas Zucker
nachgetankt bevor es auf die längste Abfahrt des Rennens ging. Die 1000
Hm bergab stellten sich als eine gleichwertige Tortur heraus wie der
vorangegangene Aufstieg. Allerdings hatte die Avid Juicy Ultimate
Bremsanlage alles voll im Griff. Kein Fading oder andere defekte kamen
vor
Nach
6 Stunden und 32 Minuten, 110 Km und 3500 Hm kam Ronald Oehme als 215.
Gesammt und 130. der AK Herren ins Ziel Thomas Schröder beendete die
Ronda Extrema nach 6 Stunden 24 Minuten als 194. Gesammt und 122. der
AK.
Beide
Fahrer sind, für diese Distanz, zufrieden mit dem Ergebnis und nutzen
die Erfahrungen für die noch junge Saison. Thomas wird sich weiter im
weiteren Verlauf auf die Kurzstrecke begeben. Wohingegen Ronald sein
Potenzial mehr in den Mitteldistanzen sieht, wofür dieses Rennen ein
wahrer Schatz an Erfahrungen war.