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Heavy 24 2009
Nach einem teilweise kalten, langen, schweren, und zwischenzeitlich auch ziemlich feuchten Rennwochenende können wir euch folgende Ergebnisse unserer erfolgreichen Teams bzw. Teamfahrer berichten:
1. Platz Isabel und Sebastian 2er Mix-Team
1. Platz Manu und Jana 2er Frauen-Team
1. Platz Rick zusammen mit seinen Teamkameraden(innen) 4er Mix-Team
1. Platz Chris, Marco, Marko und Thomas Kuriosenwertung
3. Platz Jens und Mario 2er Männerteam
das hat uns für die beiden besonders gefreut!
10. Platz Anett, Rocco, Thomas und Uwe 4er Mix-Team
12. Platz Ronald (trotz 23 Runden!) mit dem Team Erzgebirge 4er Mix Team
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Rennbericht von Sebastian Siegert
Wie bereits im Vorjahr ging ich bei der nunmehr dritten Auflage des 24 Stunden Rennens am Stausee Rabenstein mit meiner Freundin Isabel an den Start. Unsere Ziele waren hoch gesteckt, denn wir wollten unseren Sieg in der 2er-Mixed Kategorie wiederholen.
Am Samstag pünktlich um 12Uhr fiel der Startschuss zunächst für die Einzelstarter und Zweierteams. Direkt nach dem Start ging ich in die Führung des Feldes und konnte mich so an der ersten Engstelle aus allem raushalten. Zusammen mit Christian und Enrico von den StormBikern setzte ich mich vom restlichen Feld ab und wir konnten alle Singletrails ohne Verkehr schnell und flüssig durchfahren.
Nach nur 16 Minuten und 11 Sekunden war die erste Runde für mich absolviert und ich dachte nach dem hohen Anfangstempo ich wäre am Start eines Cross Country Rennens, und nicht bei einem Rennen das noch fast einen ganzen Tag andauern sollte.
Unsere Teamtaktik lautete von Anfang an auf Rundenvorsprung zu fahren. Wir wollten möglichst schon am Nachmittag auf alle anderen acht Teams die in unserer Kategorie noch am Start waren eine Runde herausfahren um eine kleine Reserve für Notfälle wie Pannen o.ä. zu haben.
Nachdem ich gleich zu Rennbeginn sieben schnelle Runden auf der ca. 8,5km langen Strecke gedreht hatte, übergab ich das Staffelband an Isa und schickte sie auf die Piste. Bis zur Dämmerung am Samstagabend waren wir mit diesen langen Abschnitten unterwegs. Isa war meist für anderthalb bis zwei Stunden auf der Strecke, ich fuhr etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Mit Einbruch der Nacht lagen wir schon mit 2 Runden in führender Position und wollten die Dunkelheit mit konstanten Runden und ohne großes Risiko auf den Trails hinter uns bringen. Da wir nur mit 4 Wechseln durch die gesamte Nacht fuhren, blieben für jeden von uns etwa eineinhalb Stunden Schlaf am Stück. Damit konnte man den Körper wenigstens für kurze Zeit etwas herunterfahren um in der Morgendämmerung wieder auf schnelle Runden gehen zu können.
Gegen 4.30-5.00 Uhr fuhr ich in den Tag hinein und übergab das Staffelband wieder an Isa. Unser Vorsprung schwankte inzwischen immer zwischen 2 und 3 Runden, unsere Verfolger hießen ab der Nacht Cornelia und Ingo vom ProCycle Team.
Ab den Morgenstunden machten sie noch mal richtig Druck, und somit mussten wir noch den kompletten Vormittag vollen Zug auf die Kette bringen.
Drei Stunden vor Rennende lagen wir mit 3 Runden in Vorsprung, was auf der technisch und konditionell äußerst fordernden Strecke unter normalen Rennbedingungen nicht mehr aufzuholen sein dürfte.
Am Vormittag setzte dann noch starker Regen ein und verwandelte die Strecke kurzfristig in eine rutschige Piste. Die inzwischen stark ausge-fahrenen Trails wurden zunehmend anspruchs-voller und die Konzentration beschränkte sich eh schon nur noch auf ein Minimum. So passierte es in meiner vorletzten Runde, dass ich im Schlamm mal wieder einen Vorderradrutscher hatte, durch einen Busch fuhr und anschließend wieder auf den Weg kam – sturzfrei.
Ich fuhr meine letzten Runden bis kurz vor elf Uhr und wechselte dann mit inzwischen 4 Runden Vorsprung ein letztes Mal auf Isa. Dies war rein rechnerisch schon nicht mehr gutzumachen und so sollte sie einfach zwei Runden langsam um den Kurs rollen und kurz nach 12 Uhr über die Ziellinie fahren.
Nach 24 Stunden Wettkampfzeit hatten wir 59 Runden absolviert. Wir konnten unseren Vorjahressieg wiederholen und zeigten dies mit einem Start-Ziel-Sieg.
Von diesen 59 Runden gehen 21 auf das Konto von Isa und 38 Runden lang war ich dabei auf der Strecke. Dies entspricht für mich knapp 320km und fast 4000hm.
Jetzt hoffe ich auf schnelle und gute Regeneration um am nächsten Sonntag bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft wieder Fit am Start stehen zu können – aber bis dahin ist noch fast eine Woche Zeit.
Rennbericht von Ronald Oehme
Am Wochenende des 20./21. Junis ging das 24 Stundenrennen in Chemnitz / Rabenstein in seine 3. Runde. Zusammen mit Robert, Matthias und Maja bin ich im 4’er mixd unter dem Namen Team Erzgebirge gefahren.
Kurz nach 12 Uhr, als die Einzel und Zweierteams schon auf der, zum Teil Cross Country ähnlichen, Runde waren ging es dann auch für die Vierer- und Achterteams zur Sache.
Ich fuhr gleich die Startphase, in der Hoffnung unser Team vorne unter den ersten fünf mit platzieren zu können. Unsere Taktik mit Zweirundenstints ging auch die erste Zeit lang gut auf. Nach dem ich die ersten beiden Runden in 17 – 19 Minuten gefahren hatte gab ich die Kontrolle des Renngeschehens an Matthias ab. Nachdem er mit auch zwei guten unden wieder rein war, übernahm Robert mit einer kontinuierlich guten Leistung. So waren wir nach den ersten zwei Stunden des Rennens, mit Platz vier, noch voll im Rahmen unseres Zieles. Als Maja dann ihre zwei Runden absolvierte haben wir schon damit gerechnet das wir aus den Top fünf raus fallen. Letztendlich lagen wir, bis ich mich wieder beweisen konnte, auf Platz 16 in der mixd Wertung. Von da an war klar dass wir das nicht mehr aufholen können. Unbeirrt davon gab ich weiter alles was ich und das Bike hergaben, und fuhr bis zum Anbruch der Nacht immer unter 20 Minuten die Runde. Von 22 – 2 Uhr teilten wir dann unser Team auf. Robert und ich übernahmen die erste Nachthälfte und Matthias und Maja sollten dann von 2 – 6 Uhr weiter machen. Nach dem ich in der ersten Runde Dunkelheit einen Sturz verbuchen konnte ließ ich ab da etwas mehr Vorsicht walten um das Bike ganz zu lassen und nicht auszufallen. Robert machte bis zum Wechsel um 2 auch einen perfekten Job in dem er eine sehr gute Konstanz bewies.
Leider klingelte mein Wecker nicht erst kurz vor sechs, sondern leider schon 4 Uhr. Matthias hatte bis da alles allein gefahren und Maja ist aus Sicherheitsgründen nicht im Dunkeln gefahren. Damit aber kein Stillstand herrschte hab ich mich so schnell wie möglich fertig gemacht und bin vier Runden gefahren. Danach hat sich wieder Robert aufs Rad geschwungen. Leider hatte er den Morgen überhaupt nicht gut verkraftet. Mit Magenkrämpfen und Übelkeit kam er nach zwei gefahrenen Runden wieder ans Zelt und musste vorläufig aufhören. Der Rest des Teams konnte allerdings auch nicht so recht und so bin ich nach nur 45 Minuten Ruhephase wieder aufs Bike gestiegen und bin dann bis zum völligen verkrampfen der Beine gefahren. Als ich dann wirklich nicht mehr konnte, tat sich eine geschlagene Dreiviertelstunde lang gar nichts. Was mich zugegeben über alles frustriert hatte. Zu der Zeit lag unser Team auf einen zwar relativ sicheren, aber für meinen Ehrgeiz, zu schlechten Platz zwölf. Matthias kam als erstes wieder in die Gänge und fuhr somit als nächstes vier Runden am Stück und übergab dann das Staffelband für eine Runde an Maja. In der Zwischenzeit hatte sich Robert wieder etwas gefangen und fuhr auch noch einmal seine letzten zwei Runden. Nun war es schon 10:30 Uhr und damit ich den Zieleinlauf fahren konnte sprintete Matthias noch einmal eine Runde um dann ein letztes Mal auf mich zu wechseln.
Zum Schluss ging es noch viermal über den schönen Kurs, denn bei 23:58:30 musste ich noch einmal über die Linie fahren und habe somit dann die 23 Rundenmarke geknackt. Das half allerdings für die Platzierung nichts mehr. Denn der 12. Platz war wie festgenagelt. Aber für das erste 24 stunden Rennen kann man vielleicht auch nicht mehr erwarten. Es gibt viel zu verbessern, in Punkto Aufstellung, der Teamorganisation und auch am Trainingszustand.
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